Wertheim

Am Amtsgericht Verhandlungsende nach vier Jahren

Strafe bleibt bestehen

Wertheim.Ein Mann, der früher im Raum Würzburg wohnte, erhielt im Jahr 2014 wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis im Raum Wertheim einen Strafbefehl über 60 mal zehn Euro. Der 50-Jährige legte gegen diese Strafe Einspruch ein. Bei der anschließenden Verhandlung am Amtsgericht Wertheim fehlte er jedoch, dadurch verzögerte sich die Entscheidung des Gerichts. Die Richterin verwarf nun den Einspruch.

Der Beschuldigte ist vorbestraft, zum einen wegen mehrfachen Missbrauchs von Notrufeinrichtungen.

Der Mann fiel im Autohof Bettingen durch seinen schwankenden Gang auf. Die Untersuchung einer Blutprobe ergab 1,54 Promille Alkohol.

In der Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim warf der beschuldigte US-Amerikaner der Polizei Rechtsbeugung und Nötigung vor. Auch sein Befangenheitsantrag gegen die Richterin wurde abgelehnt. Das Urteil wegen Trunkenheit im Verkehr lautete damals 40 mal 25 Euro Strafe und Entzug der Fahrerlaubnis.

Ein weiteres Mal fiel der Mann der Polizei im Jahr 2014 auf. Damals war er nüchtern jedoch ohne Fahrerlaubnis unterwegs. Der Strafbefehl konnte an ihn zugestellt werden, die Ladung zur Verhandlung aber wegen Wohnsitzwechsels nicht mehr. Es folgten mehrere Aufenthaltsermittlungen, und es erging sogar ein Haftbefehl.

Zu einem späteren Zeitpunkt konnte der Wohnort ermittelt werden, es kam zur Terminierung der jetzigen Verhandlung. Die Ladung dafür erreichte den Angeklagten, denn er schickte als Reaktion ein Fax an das Gericht. Den Inhalt sah die Richterin in der kürzlich stattgefundenen Verhandlung nicht als eine ausreichende Entschuldigung an.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft verwarf die Richterin den Einspruch des Angeklagten gegen den Strafbefehl von 2014. Dieser hat nun Gültigkeit. goe