Wertheim

Auf der Burg Musikalische Weinprobe im Löwensteiner Bau mit Jazz-Quartett „Kuhns Kollektiv“

Streifzug durch die Rebsorten

Wertheim.Musik und Wein in einem beeindruckenden Rahmen begeisterte über 80 Genussfreunde im voll besetzten Löwensteiner Bau auf der Wertheimer Burg. Eingeladen hatte eine Kooperation der Ludwigsburger Schlossfestspiele in Zusammenarbeit mit der Stadt Wertheim und dem Kulturkreis.

Auf der Burgterrasse gab es zunächst einen Sektempfang – im Glas eine Wertheimer Tauberklinge, Silvaner Sekt extra trocken. Dabei handelte es sich um eine Besonderheit, wie Weingästeführer Wilfried Oetzel erklärte. Selten werde Silvaner versektet, der Bocksbeutel für den Sekt sei außergewöhnlich dickwandig, damit er dem Druck der Kohlensäure im Sekt stand hält.

Für noble Unterhaltung während der Weinprobe sorgte „Kuhns Kollektiv“. Sandi Kuhn und seine Band verzauberten mit vollmundigen Klängen niveauvoller Jazzmusik. Das Quartett mit Alexander „Sandi“ Kuhn (Saxofon), Gitte Lindmaier (Gesang), Christoph Heckeler (Klavier) und Axel Kühn (Kontrabass) stellte die Stücke verschiedener Komponisten vor und rundete die gesellige Atmosphäre im Löwensteiner Bau durch mitreißenden Sound ab. Zwischendurch wurde ein ansprechender Vesperteller mit Roastbeef, Käse und Schinken gereicht.

Durch die Weinprobe führte Wilfried Oetzel. Ein bemerkenswerter Streifzug durch die Rebsorten in Tauberfranken: Müller-Thurgau, Weißer Burgunder, Silvaner, Tauberschwarz und Regent. Sein fundiertes Weinwissen ergänzte der Probensprecher mit unterhaltsamen Anekdoten. So merkte Oetzel an, dass er mehr alte Weintrinker als alte Ärzte kenne. Schließlich sorgte seine Interpretation von „In vino veritas“ (auf Deutsch: Im Wein liegt die Wahrheit) für Heiterkeit: „Ein Betrunkener sagt, was ein Nüchterner denkt.“ hw