Wertheim

Stadtteilbeirat Nahtloser Übergang beim Stadtteilkoordinator auf dem Wartberg wurde einhellig begrüßt / Träger wechselt vom Caritasverband zum Diakonischen Werk

Tatjana Gering folgt auf Tino Weise

Archivartikel

In der der Sitzung des Stadtteilbeirats Wartberg am Dienstag wurde der Staffelstab der Stadtteilkoordinatoren übergeben. Außerdem ging es um die Anforderungen der Mittel aus dem Haushalt 2019.

Wartberg. Mit vielen Dankesworten verabschiedete der Stadtteilbeirat Wartberg in seiner Sitzung am Dienstag im Kirchenzentrum den bisherigen Stadtteilkoordinator Tino Weise. Herzlich aufgenommen wurde seine Nachfolgerin Tatjana Gering.

Seit dem 13. April 2015 hatte Weise die Stelle inne. Träger war der Caritasverband. Zuvor war die Stelle eineinhalb Jahre vakant gewesen. In dieser Zeit ohne Koordinator hätte der Ansprechpartner gefehlt, betonte Stadtteilbeiratsvorsitzende Renate Gassert. Umso mehr freue man sich nun über den unterbrechungsfreien Übergang.

„Wir bedauern deinen Weggang“, wandte sich Renate Gassert an Weise. In den drei Jahren auf dem Wartberg habe er viele Aufgaben gehabt. So solle der Stadtteilkoordinator die Bewohner motivieren und aktivieren. „Eine solche Aufgabe wird nie fertig, auch weil sich die Bewohnerstruktur änderte.“

Netzwerkarbeit

Zu den Aufgaben gehören weiterhin die Projekt- und Netzwerkarbeit. Vor allem letztere werde sich durch den Aufbau des Familienzentrums noch verstärken. Das interkulturelle Miteinander habe sich in den vergangenen drei Jahren verändert, so die Stadtteilbeiratsvorsitzende. War es eine Zeit lang die Erstaufnahmeeinrichtung, die stark prägte, kämen heute viele Menschen aus dem Südostbalkan auf den Wartberg und brächten neue Herausforderungen mit sich, stellte Gassert fest.

„Tino, du warst für alle Generationen da und wir haben soviel zusammen gemacht.“ Auch für den Stadtteilbeirat sei er stets Ansprechpartner gewesen. Er habe die Gremiumsmitglieder unterstützt und manchmal auch aufgemuntert. Dank sprach sie ihm zudem für den intensiven Einsatz bei der Erstellung der Festschrift zum Jubiläum des Wartbergs aus. Als Erinnerung an die gemeinsame Zeit überreichte sie ihm einen Geschenkkorb mit Spezialitäten des Wartbergs.

Immer ein offenes Ohr

Weise gab die Dankesworte zurück. Die Stadtteilbeiräte hätten immer ein offenes Ohr gehabt. Dank sprach er aber auch der Stadtverwaltung für die Unterstützung und die stetige Ansprechbarkeit in allen Themen aus. Dies sei nicht in jeder Stadt so.

Renate Gassert dankte der Diakonie als neuem Träger des Koordinators sowie der Stadtverwaltung dafür, dass man schnell reagiert habe und die Stelle deshalb neu besetzen konnte. Sie freute sich auf eine gute Zusammenarbeit mit der neuen Koordinatorin.

Weises Nachfolgerin Tatjana Gering war in den vergangenen zehn Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe des Diakonischen Werks Main-Tauber-Kreis tätig. Da man aktuell noch auf der Suche eines Nachfolgers für ihre bisherige Stelle in der sozialen Gruppenarbeit ist, besetzt sie die Stelle am Wartberg zur Zeit mit 25 Prozent. Später wird es, wie bei Tino Weise, 50 Prozent sein.

Gering lebt seit längerem auf dem Wartberg und kennt den Stadtteil deshalb gut. „Die Entscheidung, ob ich die neue Aufgabe annehmen möchte, musste ich über das Wochenende treffen“, erklärte Gering. Sie habe sich jedoch schnell dafür entschieden, da sie gerne neues angehe. Ihr Ziel sei es, dass die Wartbergbewohner zufrieden sind.

Gute Erreichbarkeit

Dank sprach sie Weise für die Unterstützung beim Übergang aus. Ihren ersten offiziellen Einsatz im Stadtteil hatte Gering beim Maibaumaufstellen. Sie war bereits drei Tage in ihrem Büro am Frankenplatz für die Bürger erreichbar. Dabei seien schon viele Anliegen an sie herangetragen worden. „Offene Treffs für Kinder und Jugendliche, das Thema Ordnung und das rechtswidrige Parken“, zählte als Themen auf, mit denen man sich an sie wandte.

Das Büro ist zur Zeit montags und mittwochs jeweils von 8 bis 12 Uhr besetzt. Die Stadtteilbeiräte sehen die direkte räumliche Verknüpfung zum Familienzentrum als wichtigen Netzwerkpunkt an. Deshalb befindet es sich ebenso in den Räumen der Stadtteilkoordinatorin und wird auch von der Diakonie betrieben.

Klaus von Lindern freute sich über den reibungslosen Übergang und die Kooperation in Sachen Familienzentrum. Angela Steffan von der Stadtverwaltung lobte den offenen Kontakt mit allen Beteiligten und dankte Wolfgang Pempe, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Main-Tauber-Kreis, für die schnelle Besetzung der Stelle.

Imageproblem

Gassert legte auf einen weiteren Punkt wert. „Wir sind es ein Stück weit leid, dass das Gute des Stadtteils nicht herausgestellt wird, sondern nur die Schwierigkeiten, die es aber überall gibt.“ Der Stadtteil habe ein Imageproblem, das man angehen müsse, um das reale Bild zu vermitteln.