Wertheim

Konzert Bernd Brümmer und seine Freunde begeisterten im Gewölbekeller von Convenartis

Texte bekannter Stücke ins Herz schließen

Wertheim.Die Idee, ein Konzert mit Bernd Brümmer zu organisieren, entwickelte sich zum absoluten Highlight. Nachdem vierzehn Musiker aus ganz Deutschland, Freunde und Weggefährten aus Brümmers Musikerkarriere, zum Mitspielen im Convenartis-Keller gekommen sind, war dieser Abend ein Stück Himmel auf Erden. Brümmer erzählte authentisch seine Geschichte mit seinen Freunden, Erlebnisse mit Gott und wie ihn sein Glauben an diesen Gott verändert hat. Diese Geschichten waren umrahmt von Musik aus drei Jahrzehnten, gespielt von Profimusikern.

Der Spaß an der Musik von Brümmer und den Musikern, von denen die meisten noch nie miteinander gespielt hatten, sprang auf das Publikum des voll besetzen Kellers über. Es kamen Gäste, die Brümmer kannten oder die durch Plakate aufmerksam geworden waren.

Brümmer und seine Freunde begeisterten mit Pop, Rock, Blues, Western und Jazz. Zusammen mit seinem langjährigen Freund, Michael Ehret aus Stuttgart, von dem Brümmer sagt, dass dieser „aus jedem Teil Töne zaubern kann“ – und dies auch anhand einer Chipspackung den beeindruckten Gästen vorführte – spielte er seinen eigenen Song „Tu das Wichtige zuerst“. Beim weiteren eigenen Song „Geh mit mir“ wurde er von Philip Brüne, dem jungen Meister der Tasten aus Nassig, begleitet.

Immer wieder erzählte Brümmer von den Inhalten der Texte und darüber, wie diese Texte ihn auf seinem Lebensweg weiter brachten. Mit „Today is the day“ traten mit Bernd Brümmer zusammen seine ehemaligen Gitarrenschüler auf, die er geprägt hat: Anna Bund, Marie Brümmer, Eric Brümmer, Romy Wiesenberg und Michael Kunkel. Anna Bund, die früher Fiederling hieß, war für Brümmer „ein Engel“, der ihn 2006 zu einer Veranstaltung einlud, zu der er freiwillig nie gegangen wäre, die aber Brümmers Leben veränderte: ProChrist. „Der Prediger, Ulrich Parzany, redete bei dieser Veranstaltung so klar von Jesus und Gott und der Welt, dass ich eine Entscheidung für ein Leben mit diesem Gott traf.“ Er meinte: „Mein bis dahin herrschender Nebel löste sich. Ich konnte klar sehen und alles macht jetzt einen Sinn“. Brümmer entdeckte Anna Bund als einzigartige Sängerin, mit der er in Gottesdiensten immer wieder Lobpreislieder für Gott singt und spielt. Sie kommt aus Hundheim und zog das Publikum mit ihren Solos in ihren Bann bei „Smily Down“, „Soul on Fire“, „Horzizons“. Bei „I see fire“ spielte sein Freund, der Schlagzeuger Stefan Beranek aus dem Allgäu, mit, der damals zusammen mit dem jungen Brümmer im PowerTrio „Still alive“, mitspielte.

Nach acht Jahren standen zum ersten Mal wieder „Un&Plugged“ auf der Bühne: Hans Rudi Beck und Bernd Brümmer. Die Freude im Publikum sprang über und erinnerte an „alte Zeiten“ auf der Burg. Noch ein Highlight war Willi Staud, auch aus dem Allgäu, der Leiter des Landesjugendjazzorchesters Bayern. Mit gewaltiger Stimme und Musik, mit Gitarre, später Horn und Saxophon, stand er mit „I won´t back down“ auf der Bühne.

Immer wieder nutzte Brümmer die Lieder, die er für sich verinnerlicht hat, um den Gästen über Begriffe wie die Liebe zu erzählen. „Love is a verb“, Liebe ist ein Tuwort, kein Ding das man besitzt.

Alexander Diehm (Saxophon) aus Hasloch spielte zusammen mit Bernd, Willi, Stefan und Philip und bildete wieder einen der Höhepunkte des Abends. Songs wie „Still alive and well“, „Crazy train“, „Need your love so bad“, „Cold shot“ und „Johnny B. Goode“ folgten. Zum Schluss kamen alle Sänger uns Spieler auf die Bühne mit „The storm is over now.“

Mit stehendem Applaus und etlichen Zugaben nach knapp drei Stunden Konzert standen Gäste und Musiker noch lange im Keller zusammen. „Dieser Abend muss wiederholt werden“ war die Meinung von einigen Besuchern, die an die Adresse der Evangelischen Allianz Wertheim geht, die diesen Abend organisiert hatte. modi