Wertheim

Trinken ist im Sommer wichtig

Archivartikel

Achtung! Kälteeinbruch droht! Wenn kommt, was laut Meteorologen kommen soll, dann können wir uns warm anziehen. Für den Freitag nächster Woche sind gerade einmal 28 Grad vorhergesagt.

Zum ersten Mal seit wer weiß wie lange wieder eine „Zwei“ als erste Zahl bei der Temperaturanzeige. Und immerhin lockere zehn Grad weniger, als für den Dienstag prophezeit.

Ob der Kälteschock in eine Kältewelle übergeht, kann man jetzt allerdings noch nicht sagen. Bis dahin heißt es auf jeden Fall weiter schwitzen. Und viel trinken.

Apropos trinken: Wussten Sie, dass gestern der „Tag des Bieres“ war? Der wird immer am ersten Freitag im August begangen. Und steht deshalb heuer unmittelbar vor dem „Tag des Champagners“. Der ist nämlich stets am 4. August, also heute. Na dann, Prost.

Viel getrunken wurde bestimmt/sicher auch beim jüngsten Partnerschaftstreffen. Bier stand auf jeden Fall auf der Getränkekarte zur Feier des 25. Geburtstages – der allerdings eigentlich schon der 26. war – der Verbindung zwischen Csobánka und Wertheim. Champagner war darauf eher nicht zu finden. Was der guten Stimmung im Arkadensaal des Werheimer Rathauses allerdings keinen Abbruch tat.

Die wiederum wurde nicht zuletzt durch die beiden Bürgermeister, respektive die Bürgermeisterin von Csobánka, Aniko Winkler, und den Bürgermeister von Wertheim, Wolfgang Stein, befeuert. Hätte es bei der Veranstaltung die entsprechende Musik gegeben, nicht ganz auszuschließen, dass beide gemeinsam auch das Tanzbein geschwungen hätten.

Ich schreibe das ein wenig zögerlich, weil ich mich gerade an keine Situation erinnern kann, bei der ich Stein tanzend oder schwofend erblickt hätte. Egal.

Es war auf jeden Fall schön, die Städtepartnerinnen und Städtepartner aus Europa mal wieder in so guter Stimmung beieinander zu sehen.

Huntingdon und Godmanchester hatten übrigens auch ihre Bürgermeisterinnen geschickt. Das Stadtoberhaupt von Salon-de-Provence glänzte durch Abwesenheit. Sehr zum Bedauern von Mauricette Roussel.

Wahrscheinlich auch noch von anderen, aber sie machte aus ihrer Enttäuschung in ihrem kurzen Grußwort kaum einen Hehl.

Kleiner Exkurs: Ob man wohl irgendwann einmal auch in Wertheim von einer Bürgermeisterin, respektive sogar von einer Oberbürgermeisterin, schreiben kann? Beides wäre im nächsten Jahr bei der Wahl möglich. Schauen wir mal, was kommt.

Zurück zum Trinken: Viel getrunken wurde natürlich auch beim 51. Wertheimer Altstadtfest am vergangenen Wochenende. Von einigen leider auch zu viel, wie die Hinterlassenschaften beweisen, derer sich manche Zu-viel-Trinker (können auch Trinkerinnen gewesen sein) etwa in der Gasse, in der der Autor dieser Zeilen wohnt, oral entledigt haben.

Ist es gestattet, dem Nachbarn, der das beseitigt hat, an dieser Stelle mal „Danke“ zu sagen? Ich tue es einfach hiermit. Die städtischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tun schon viel, um bereits während des Festes, vor allem aber danach, rasch wieder saubere Gassen und Plätze zu präsentieren. Sie können aber natürlich nicht überall sein und Hand anlegen.

Abgesehen davon aber war es ein alles in allem gelungenes Altstadtfest, zu dem viele ihren Beitrag geleistet haben. Wie haben es die Verantwortlichen so treffend festgestellt? Nicht ganz oben in der jetzt doch schon beträchtlich langen Geschichte. Aber im oberen Drittel und damit nicht weit von der Spitze entfernt.

Die nächste Großveranstaltung auf Wertheimer Gemarkung wäre jetzt eigentlich das Nassiger Westernfest in zwei Wochen. Aber das Wörtchen „wäre“ deutet es ja bereits an – das Fest findet diesmal nicht statt.

Was viele aufgrund der lang anhaltenden Hitze und Trockenheit schon befürchtet hatten, tritt nun, zum dritten Mal nach 2003 und 2014, ein. Auch hier ein Zitat der Verantwortlichen und Organisatoren: „Es gab keine logische oder vertretbare Alternative zur Absage.“

Das werden hoffentlich alle verstehen und akzeptieren. Und sich im Kalender schon einmal den 16. bis 18. August 2019 ganz dick vormerken, wenn dann das nächste Westernfest in Nassig Forest stattfinden soll.

Das sind eben unter anderem die negativen Begleiterscheinungen des aktuellen „Supersommers“.