Wertheim

Geschichte erwandert Geführte Rundwanderung zu den Wirtschaftshöfen

Unbekannte Perspektiven

Archivartikel

Bronnbach.Erstmals fand eine geführte große Rundwanderung zu den Wirtschaftshöfen des Klosters Bronnbach statt.

Am 1. Mai nutzten insgesamt 22 Teilnehmer die Gelegenheit, mit Kurt Lindner auf den rund 15 Kilometer langen Rundweg zu den lateinisch Grangien genannten Wirtschaftshöfen des Klosters Bronnbach zu wandern. Die Teilnehmer der Wanderung erfuhren dabei vieles über die wechselvolle Geschichte der Höfe, wie beispielsweise über die Dreifelderwirtschaft und die Viehzucht sowie dem Alltag vergangener Jahrhunderte. Bei herrlichem Wetter genossen die Wanderer die grandiosen Aussichten aus bisher unbekannten Perspektiven

Die Rundwanderung begann am Klosterladen, wo Kurt Lindner die Entstehung des Klosters Bronnbach im Jahr 1153 erläuterte und auf die Geschichte des Klosters im Laufe der Zeit bis zur Auflösung im Wege der Säkularisation am 16. März 1803 einging. Er beschrieb den Werdegang unter der Fürstenfamilie von Löwenstein-Wertheim und die letzten Jahre, seit es im Besitz des Landreises Main-Tauber ist.

Viel konnten die Teilnehmer über das einfache Leben der Zisterzienser und der Laienbrüder (Konversen) erfahren.

Bis zur vierzig Mönche und bis zu 100 Konversen waren zur Blütezeit des Klosters in Bronnbach. Außerdem gab Kurt Lindner Erläuterungen zur Walpurgisnacht, welche auf die Hl. Wallburga zurückgeht.

Der nächste Halt war am Satzenberg, wo es einen herrlichen Blick zum Kloster und auf den Schafhof zu genießen gab. Beim Weingut von Konrad Schlör gab es einen kurzen Zwischenstopp, ehe es zum Hofgut Wagenbuch ging. Hier wurde die Mittagsrast eingelegt. Diese wurde vom neuen Pächter der Orangerie, der Familie Gravius & Muckenhuber, serviert, wozu Wein vom Weingut Schlör kredenzt wurde.

Wagenbuch und Schafhof

Dipl. Ing. agr. Edmund Rössy gab einige interessante Informationen und Erläuterungen über das Hofgut Wagenbuch und die landwirtschaftliche Nutzung im Laufe der vergangenen Jahrhunderte und führte die Teilnehmer durch das Hofgut. Gestärkt ging die Wanderung weiter zum Schafhof und zur Konradskapelle. Als letzter Zielpunkt wurde eine Wolfsfalle in der Nähe des Klosters besichtigt.

Nach über sechs Stunden erreichte die Wandergruppe wieder Kloster Bronnbach, wo die Teilnehmer Kurt Lindner für die äußerst gelungene Rundwanderung dankten. Einige nutzten die Möglichkeit, im neuen Klostercafe einzukehren um bei interessanten Diskussionen und Gesprächen den Tag ausklingen zu lassen. en