Wertheim

Mitgliederversammlung Vorsitzender Albrecht Krimmer und Stellvertreter Rolf Lambertz beenden ihre Tätigkeit zum Jahresende

Urgestein der Sozialstation geehrt

Wertheim.Die Mitgliederversammlung der Evangelischen Sozialstation Wertheim fand kürzlich im Gemeindezentrum Stiftshof in Wertheim statt. Verwaltungsfachkraft Monika Heßler wurde für ihre 25-jährige Tätigkeit in der Verwaltung der Sozialstation geehrt.

Geschäftsführerin Anette Dietrich-Wenzel würdigte in ihrer Laudatio Heßler als „Urgestein der Sozialstation“. Die Einrichtung habe sich seit dem Beginn von Heßlers Tätigkeit von damals sechs Mitarbeitern zu einem mittelständigen Unternehmen mit mehr als 70 Mitarbeitern gewandelt.

Die damit verbundenen Veränderungen in der Leistungsabrechnung und zunehmender Digitalisierung habe die Geehrte sehr geduldig und in allen Bereichen kompetent mitgetragen. Anschließend erläuterte Dietrich-Wenzel die Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2017. Schwierige Rahmenbedingungen beeinflussten das Betriebsergebnis 2017. Anschließend genehmigte die Mitgliederversammlung den vorläufigen Jahresabschluss 2017.

Räume gemietet

Einen kurzen Geschäftsbericht des Vorstandes gab der Vorsitzende Albrecht Krimmer. Das beengte Raumangebot konnte durch die Anmietung von Räumen eines Nebengebäudes erweitert werden, ebenso wurden im Hauptgebäude umfangreiche Raumveränderungen und Schönheitsreparaturen vorgenommen, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Intensiv beschäftigte das Gremium Beratungen zu dem Thema Führungsstruktur und Verantwortung sowie Organschaft.

In ihrem gemeinsamen Tätigkeitsbericht betonten Dietrich-Wenzel und Pflegedienstleiterin Martina Spengler, dass die Mitarbeiterzufriedenheit und -gewinnung existenzsichernd für die Einrichtung sei. Nachdem die Sozialstation 2017 mit dem Siegel „Attraktiver Arbeitgeber in der Pflege“ ausgezeichnet wurde, würden aktuell Mitarbeiterentwicklungsgespräche geführt, um dem Einzelnen individuelle Wertschätzung für seinen Arbeitsbereich entgegen zu bringen.

Um im Wettbewerb um Mitarbeiter in der ambulanten Pflege erfolgreich zu sein, wird verstärkt auf moderne Medien gesetzt. Erstmalig wurden für das Jahr 2018 Einzelverhandlungen mit den Pflegekassen geführt, um kostendeckende Preise zu erzielen. Dies erforderte aufwendige Kalkulationen und professionelle Verhandlungsführer. Ebenso sei ein Umdenken bei allen Beteiligten erforderlich, dass Pflege etwas wert sei und seinen Preis haben darf und muss. Spengler berichtete, dass sich der neuere Arbeitsbereich der Alltagsbegleitung weiterhin positiv entwickle und aktuell fünf Mitarbeiter beschäftige.

Nach Bekanntgabe des Berichtes des Rechnungsprüfungsamtes für 2016 erfolgte die einstimmige Entlastung des Vorstandes, ebenso der Beschluss zur Verbuchung des Ergebnisses. Pfarrerin Dr. Verena Mätzke berichtete über den erfolgreichen Verlauf der Kampagne „Goldene Minuten“ und betonte die sehr gute ehrenamtliche Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Sozialstation. Die Kampagne wird mit verschiedenen Aktionen fortgeführt, um der Öffentlichkeit die Bedeutung einer ganzheitlichen Pflege und einem würdevollen Miteinander der Generationen darzustellen. Anschließend beschlossen die Delegierten den Beitrag der Trägergemeinden für das Diakonische Profil für die nächsten drei Geschäftsjahre.

Um die Sozialstation zukünftig für weitere Mitglieder öffnen zu können, wurden einige Satzungsänderungen beraten und beschlossen.

Amt zur Verfügung gestellt

Der Vorsitzende Albrecht Krimmer und sein Stellvertreter Rolf Lambertz gaben die Beendigung ihrer ehrenamtlichen Vorstandstätigkeit zum Ende des Jahres 2018 bekannt. Sie betonten übereinstimmend, dass sie die Verantwortung und Vorstandstätigkeit gerne getragen hätten, diese nun aus Altersgründen beenden möchten.

Die sich aus den Delegierten gegründete Arbeitsgruppe zur Änderung der Leitungsstrukturen und Verantwortung kam zu dem Ergebnis, dass die Struktur einer GmbH für die Zukunft der Sozialstation geeignet sei. Die Delegierten gaben das Votum als Grundsatzbeschluss ab, in Richtung GmbH bis zur Beschlussreife weiter zu arbeiten. Die Teilnehmer der Arbeitsgruppe erklärten sich zur Weiterarbeit bereit. Abschließend beriet und genehmigte die Mitgliederversammlung den Wirtschaftsplan 2018. esz