Wertheim

56. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ Musikschüler können Bewertung durch die Jury mit Zuversicht entgegensehen

Viel Beifall für beeindruckende Auftritte

Der 56. Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ findet am 19. und 20. Januar in Schwäbisch Hall statt. Die Musikschule Wertheim wird dabei wieder überdurchschnittlich stark vertreten sein.

Wertheim. Die Wertheimer Musikschule hat allen Grund, dem kommenden Wochenende mit Zuversicht entgegenzusehen. Denn es ist ein starkes Team, das ihre Farben beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Schwäbisch Hall vertreten wird.

Die 13 jungen Künstlerinnen und Künstler, die als Solisten oder im Duo auf möglichst hohe Wertungen der Jurys in den Kategorien „Streichinstrumente“, „Gesang (Pop)“ sowie „Klavier und ein Blasinstrument“ hoffen, beeindruckten am Freitagabend zahlreiche Besucher im voll besetzten Barocksaal des Rathauses mit ihren Leistungen.

Stark vertreten

Mit 13 Teilnehmern ist die Musikschule gemessen an ihrer Größe auch bei diesem Regionalwettbewerb wieder überdurchschnittlich stark vertreten. Darauf machte Fedra Blido einleitend nicht ohne Stolz aufmerksam. Mehr als die Hälfte der Künstler stellt sich zum ersten Mal der Herausforderung, vor einer Jury zu spielen. Für sie, aber ebenso für die „Routiniers“, bedeutete das, auch in den zurückliegenden Ferien fleißig zu üben, eventuell sogar mit dem Instrument in den Urlaub zu fahren.

Glänzende Vorstellung

Dass sich das lohnt, machten gleich zu Beginn die beiden sehr jungen Geigerinnen Magdalena Merklein und Theresa Genise deutlich. Die siebenjährige Magdalena erntete viel Beifall für ihre Darbietungen von Stücken Oskar Riedings und von Balys Dwarionas, während die neunjährige Theresa mit den Kompositionen von Antonio Vivaldi und von Carl Bohm einen glänzenden Auftritt hinlegte. Die beiden jungen Künstlerinnen wurden sicher und einfühlsam von Nikolay Leschenko am Klavier durch ihre Auftritte geleitet – und aufmerksam beobachtet von ihrem Lehrer Arkadij Satanowskij.

Gemeinsam gehen der neunjährige Trompeter Samuel Thies, der von Michael Geiger unterrichtet wird, und die ein Jahr ältere Pianistin Klara Weis aus der Klasse von Fedra Blido beim Regionalwettbewerb an den Start.

Im Barocksaal zeigte das Duo schon einmal, wie gut es harmoniert und miteinander spielen kann. Das gelang ausnehmend gut beim „Cancan“ von Jacques Offenbach. Aber auch Werke von Georg Philipp Telemann und Tielman Susato konnten sich hören lassen.

Von Marina Vythoulka wird Maximilian Dorsch auf der Violine unterrichtet. Was der Zehnjährige gelernt hat, präsentierte er (begleitet von Leschenko) mit Kompositionen von Edgar Elgar, Charles Dancia und Antonio Vivaldi.

Schon zu den „Routiniers“ bei „Jugend musiziert“, wenn man in dem Alter davon schon sprechen kann, gehören die Geschwister Luise und Leopold Braun. Die zwölfjährige Luise, die von Hansjörg Haasis unterrichtet wird, geht mit ihrem Kontrabass in der Kategorie Streicher solo in den Wettbewerb. Der zwei Jahre ältere Leopold aus der Klasse von Fedra Blido wird in der Kategorie Klavierbegleitung bewertet.

Bei dem von Ben Bernie und Maceo Pinkard komponierten „Sweet Georgia Brown“ hätte man gerne mitgeklatscht. Den Elefanten aus dem „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns sah man bei Luises Spiel förmlich über die Bühne schreiten. Aber auch die Stücke von Ludwig van Beethoven und Johann Sebastian Bach gelangen dem Duo ausnehmend gut.

Kurze Vorbereitungszeit

Der zwölfjährige Trompeter Christian Hartke aus der Klasse von Michael Geiger und die ein Jahr ältere Amelie Kraus, Klavierschülerin von Fedra Blido, beendeten den ersten Teil des Konzerts mit Kompositionen von James Hook, Gustav Holst und Leonard Bernstein.

Die Leistung der jungen Pianistin ist dabei besonders hoch zu bewerten, hatte sie doch gerade einmal knapp zwei Monate Zeit, sich das nicht anspruchslose Programm anzueignen. Denn eigentlich war für Christian eine andere Partnerin vorgesehen, die allerdings absagen musste.

Fantasiestücke von Nils Gade, Melodien von Eugene Bozza und noch einmal Leonard Bernstein erklangen nach der Pause, gekonnt dargeboten von Judith Ries an der Klarinette (Klasse Karin Amrhein) und von Agatha Ziegler am Klavier (Klasse Jewgenija Skripal). Die beiden 16-Jährigen verdienten sich den Beifall ebenso, wie die zwei Pop-Sängerinnen, die den Abend beschlossen.

Zunächst trug die 13-jährige Chiara Schomber a cappella mit Klavier- und Halbplayback-Begleitung Lieder von Wincent Weiss, Sylvester Levay und Tove Lo vor. Gleich fünf Stücke, darunter von Beyonce „Halo“, von Mariah Carey „Hero“ und „Rain“, für das sie selbst gemeinsam mit ihrer Gesangslehrerin Sonja Freitag, die auch Chiara unterrichtet, verantwortlich zeichnet, hatte die 19-jährige Chrysa Iosifidou im Programm.

Den eingangs geäußerten Wünschen von Musikschulleiterin Blido dürften sich am Schluss alle angeschlossen haben: „Viel Freude, starke Nerven und gutes Gelingen“ beim Regionalwettbewerb. ek