Wertheim

Museum Ausstellung „Typografische Experimente“ in der Homburger Papiermühle zu sehen

„Viel Freiraum für schöne Gedanken“

Archivartikel

Homburg.Die Ausstellung „Typographische Experimente“ startete zur Wiedereröffnung der Homburger Papiermühle nach der Winterpause.

Bis zum 4. August zeigt der Handpressendrucker Hans-Hilmar Koch „erfreuliche Drucksachen“ in der Papiermühle.

Viele Gäste

Ob dieser vielen erfreulichen Dinge an den Wänden, begrüßte Museumsleiter Johannes Follmer einen illustren Gästekreis. Den Drucker Hans-Hilmar Koch, so Follmer, habe er auf einer Messe kennengelernt.

Hans-Hilmar Koch, der Drucker und Schriftsetzer gelernt hat, betreibt nahe Schwerin ein Museum mit Druckerei. In lockerer Plauderrunde erklärte der Handpressendrucker Koch, Produktionsprozesse, die es so heute kaum mehr gibt.

Großes Interesse

Junge Leute würden sich verstärkt für diese Techniken interessieren.

Heute geschieht Schriftgestaltung am Computer, Koch zeigte anhand von historischer Druckerausstattung, wie Schrift und Zeichen aus dem Setzkasten von ihm heute noch benutzt werden.

„Viel Freiraum für schöne Gedanken“ sagte der Drucker im Hinblick auf seine ausgestellten Arbeiten. Die Schönheit der Sprache erhält erst durch die Schrift ihre sinnlich wahrnehmbare Gestalt.

Vielfalt präsentiert

Auf den großflächigen Plakaten, die in der Papiermühle gezeigt werden, wird die Vielfalt der Möglichkeiten des Umganges mit den 26 Buchstaben des Alphabets präsentiert. Markante Schriften aus Blei oder Holz strahlen die Persönlichkeit und den Charakter des Handpressendruckers aus.

Ideenreich sind die Arbeiten des Handpressendruckers Hans-Hilmar Koch. Viele Plakate zeigen nur wenige Worte und die laden oftmals zum Schmunzeln ein.

Ein Kalender, bei dem die Bilder von Arndt Weigand in Holz geschnitten wurden, zieren Zitate von Joachim Ringelnatz. Beispielsweise der Werbespruch für Feuerlöscher: „Feuer breitet sich nicht aus, hast du Minimax im Haus. Minimax ist großer Mist, wenn du nicht zu Hause bist.“ hw