Wertheim

Ortschaftsrat Rückblick und Ausblick auf ein ereignisreiches Jahr / Landessanierungsprogramm erfolgreich umgesetzt

Viele Mängel an der Kembachtalhalle

Es war und ist das derzeit größte Projekt: Deshalb stand die Sanierung und der Umbau des alten Rathauses auch im Mittelpunkt der Ortschaftsratssitzung.

Kembach. In ihrem Rück- und Ausblick ging Ortsvorsteherin Tanja Bolg in der ersten Sitzung des Ortschaftsrates im neuen Jahr am Donnerstagabend ein. Bolg rekapitulierte, was bisher auf der Rathaus-Baustelle geschehen ist, und erläuterte, was noch alles getan werden muss. Da kommen wohl noch einige zu den bislang schon erbrachten rund 5500 Stunden dazu. Und bereits die sind, wie die Ortsvorsteherin zu Recht feststellte, „eine grandiose Leistung“. Deshalb werde man die Einweihung des neuen Treffpunktes am 10. August auch mit einem rauschenden Fest feiern und dabei das besondere Engagement der Kembacher würdigen, kündigte sie an.

Aber auch darüber hinaus gab und gibt es große Veränderungen im Dorf, nicht zuletzt dank des Landessanierungsprogrammes. Dieses sei „sehr erfolgreich umgesetzt worden, alle Fördergelder sind ausgegeben, es ist an allen Ecken und Enden erkennbar, wie sich Kembach zum Positiven hin gewandelt hat“.

Positives vermeldete sie auch aus dem Kindergarten, der seit geraumer Zeit wieder zweigruppig geführt wird und voll belegt ist. Die Betreuungseinrichtung sei im abgelaufenen Jahr mehrfach Thema von Besprechungen gewesen und werde es auch im Frühjahr wieder sein.

Weniger erfreulich sei der Zustand der Kembachtalhalle. Vereine und Privatpersonen beklagten die hohen Betriebskosten, wusste die Ortsvorsteherin, die zu Beginn der Sitzung über eine Erhöhung der Gebühren für die Nutzung des Vereinsraumes von bislang 60 Euro auf 80 Euro berichtet hatte. Die Mängelliste, das ganze Gebäude betreffend, sei lang. Fehlende Isolierung, marodes Dach, undichte Toiletten, tropfende Duschen, ausgefallene Heizungen sind nur einige Punkte darauf.

Das Hallendach und der Eingang stehen im städtischen Haushalt für das Jahr 2020. „Wir hoffen, dass das nicht dem Rotstift zum Opfer fällt.“ Eine unendlich scheinende Geschichte ist auch die des Radweges, der auf bayerischer Seite fertiggestellt ist, auf baden-württembergischer Seite aber nicht, weshalb Nutzer plötzlich auf marode und vielbefahrene Straßen ausweichen müssten. Tanja Bolg sprach von „einem Bohren ganz dicker Bretter bei Land und Kreis“, um hier endlich Abhilfe zu schaffen.

Ebenfalls im Rück- und Ausblick vor kam die Erweiterung des Neubaugebietes. Die Ortsvorsteherin hatte zu Beginn berichtet, dass der Ortschaftsrat nichtöffentlich unter anderem einem Quadratmeterpreis von 111 Euro zustimmte. Die Frage aus dem Kreis der Zuhörer, wie sich diese Summe zusammensetze, konnte sie nicht vollständig beantworten. Wie hoch die „Grundkosten“ seien, blieb offen.

Weitere Themen waren die nachbarschaftlichen Netzwerke und die Felswandsicherung am Gelände des TSV. Durch eine abgespeckte Variante habe der Trainingsplatz mit Flutlichtbeleuchtung und der Kinderspielplatz erhalten werden können. Im städtischen Haushalt sind laut der Ortsvorsteherin Mittel für die Anbringung eines Spiegels an der Ausfahrt der Sonnenberg- in die Holzkirchhäuserstraße, für die Erweiterung der Straßenbeleuchtung in der Sonnenbergstraße 2, sowie erste Gelder für die Asphaltierung der Straße Am Heidweg bis zur Einfahrt am Friedhof enthalten. ek