Wertheim

Weinfest Winzer sind mit dem „Schöpple“ sehr zufrieden / Wetter spielt Organisatoren in die Karten

Volle Tische an den lauen Abenden

Archivartikel

Wertheim.Ideale äußere Bedingungen, gut gelaunte Gäste: Das sechste Wertheimer „Schöpple“ war das vielleicht schönste in der noch kurzen Geschichte dieses Weinfestes in der Altstadt.

Die beiden beteiligten Winzer machten aus ihrer Freude keinen Hehl. „Wir sind sehr, sehr zufrieden“, sagte Martin Baumann vom gleichnamigen Winzerhof in Dertingen. „Einfach genial“, fand Norbert Spielmann vom Weingut „Alte Grafschaft“ in Kreuzwertheim das „Schöpple“.

Ordentliche Grundlage

Und da waren gerade einmal gut zwei Drittel der Veranstaltung am vergangenen Wochenende vorbei, der Sonntag lag noch vor den Beteiligten und Mitwirkenden, zu denen auch die Restaurants „Haus am Neuplatz“ und „La Flamme“, sowie die „Spessarter Wildkammer“ gehörten, die mit ihren unterschiedlichen Speiseangeboten dafür sorgten, dass die Besucher eine ordentliche Grundlage für den Genuss der edlen Tropfen schaffen konnten.

Im Gegensatz zum ersten kleinen „Schöpple“-Jubiläum im vergangenen Jahr passten diesmal aber auch wirklich alle Rahmenbedingungen. In allererster Linie und am wichtigsten galt dies für das Wetter. Strahlender Sonnenschein und hohe Temperaturen tagsüber, wolkenloser Himmel an den lauen Abenden – was konnte man sich mehr und besseres wünschen? Dazu kam das farbige Ambiente, in das der Neuplatz getaucht war, sobald die Dunkelheit hereinbrach.

So ließen sich die Schoppen und Schöpple in der „unvergleichlichen Atmosphäre“, von der der stellvertretende Oberbürgermeister Bernd Hartmannsgruber schon zur Eröffnung am Freitagnachmittag geschwärmt hatte, unbeschwert genießen. Hartmannsgruber ließ es sich natürlich nicht nehmen, denen zu danken, die dieses „Weinfest der besonderen Art“ auf die Beine gestellt hatten. Zuvorderst war dies die Tourismus Region Wertheim mit der Geschäftsführerin Christiane Förster und ihrer Mitarbeiterin Mareike Suhl sowie die schon erwähnten Winzer und gastronomischen Betriebe. Aber auch die Bands, die für musikalische Unterhaltung sorgten, fanden Erwähnung.

Veranstalter liegen richtig

Die Veranstalter hatten dabei vor allem auf Bewährtes gesetzt und lagen damit richtig. Zum Auftakt spielten die „Cavallinis“, am Samstag schafften es die „Jets“ sogar, dass gar nicht wenige Besucher sogar das Tanzbein schwangen.

„Die „Marktplatz-Rammlers“ bewiesen beim Frühschoppen gestern einmal mehr, dass sie auch den Neuplatz rocken können und das Duo „Race 2“ sorgte für den Ausklang. Nicht fehlen dürfen bei einem Weinfest die entsprechenden Hoheiten. „Heimspiel“ hatte die Dertinger Weinprinzessin Viktoria Link. Flankiert von ihren Kolleginnen Laura Behringer aus Külsheim und Teresa Diener aus Erlenbach tat sie kund, „wer die Wahrheit im Wein finden will, darf die Suche nicht schon nach dem ersten Glas aufgeben“. Diesem Ratschlag dürften wohl die meisten gefolgt sein, auch die amerikanischen Schiffstouristen, die am Samstag in großer Zahl das „Schöpple“ besuchten. „Das habe ich so zum ersten Mal erlebt“, staunte Martin Baumann.