Wertheim

Forscherferien Kinder erfuhren von Hobbygeologe Bernd Wolz viel über die Flüsse Main und Tauber

Wasser brachte die Mühlen zum Laufen

Wertheim.Bei einem Wasserforschertag im Rahmen der Forscherferien lernten 15 Kinder der ersten bis fünften Klasse die Flüsse Main und Tauber, ihre Entstehung und Wirkung auf vielfältige Weise kennen.

Von Hobbygeologe Bernd Wolz aus Kreuzwertheim erfuhren sie vieles über deren Entstehung und Nutzung. So lernten die jungen Forscher, dass der Main über 500 Kilometer lang ist und bei Mainz in den Rhein mündet. Er entsteht aus dem Roten und dem Weißen Main. Die Tauber entspringt bei Rothenburg ob der Tauber und ist nur 130 Kilometer lang.

Wolz ging auf dem Weg entlang der Tauber auch auf die großen Hochwasser, ihre Folgen und die Hochwassermarken ein. Weiter wurden Bedeutung und Funktionsweise des Pegels besprochen. Am Tauberwehr berichtete er, dass es an der Mühlenstraße früher verschiedene Mühlen gab, die allesamt mit Wasserkraft angetrieben wurden.

Zu diesen Mühlen gehörte die Stadtmühle, in der Korn gemahlen wurde, eine Ölmühle und eine Schneidmühle, heute Sägewerk genannt. Aber auch besondere Produkte wurden vermahlen. So gab es eine Lohmühle, in der aus Rinde Mittel zum Gerben hergestellt wurden. Auch eine Gipsmühle stand in der Straße. Die Gesteine wurde über die Flüsse angeliefert. In der Pulvermühle wurde unter anderem aus Schwefel und Holzkohle Schießpulver produziert.

Am Gelände der Marine Jugend berichtete Wolz von den früheren Freibädern der Stadt. Das erste befand sich am Main beim Hofgarten, das zweite dann an der Tauber oberhalb des Wehrs. Unter Anleitung von Forscherkidsprojektleiter Birger-Daniel Grein analysierten die Kinder an verschiedenen Situationen Temperatur und PH Wert von Main und Tauber und bescheinigten den Flüssen dabei gute Werte. Forscherkidspate Maximilian Busch erklärte, wie mit einfachen Mitteln ein Wasserrad gebaut werden kann. Die Theorie wurde an der Taubermündung gleich praktisch umgesetzt und das Wasserrad an verschiedenen Fluss- und Bachstellen getestet.

Zum Abschluss nahmen die jungen Forscher an der Wasserspielanlage des Leberklingespielplatz mit Hilfe einer Folie Experimente zum Thema Hochwasserentstehung vor und ermittelten dabei die Faktoren, durch die Überschwemmungen begünstigt werden. ff