Wertheim

Welcher ist es denn nun?

Lassen Sie uns zunächst einmal übers Wetter reden, liebe Leserinnen und Leser. Ist er nicht ein dickes Ding, dieser Sommer 2018. Der ja - meteorologisch - erst am inzwischen vorvergangenen Freitag begonnen hat und kalendarisch sogar erst in zwölf Tagen beginnt. Gefühlt aber schon seit einer halben Ewigkeit da ist.

Mit allen positiven wie negativen Begleiterscheinungen. Als da wären etwa zunächst einmal Sonne satt und (sehr) hohe Temperaturen. Aber auch viel zu wenig Regen über einen zu langen Zeitraum und dann wieder zu viel Regen in zu kurzer Zeit. In unserem Freibad in den Christwiesen hat sich der frühe Hochsommer bislang hoffentlich positiv ausgewirkt. Vielleicht haben es ja heuer auch die einen oder anderen besucht, die in den Vorjahren eher am Stadtstrand gechillt haben. Ein bisschen vermisst man den schon in einem Sommer wie diesem, gell?

In knapp einer Woche beginnt das internationale sportliche Highlight des Jahres, die Fußball-Weltmeisterschaft. Bis zum ersten Auftritt von „Jogis Jungs“ dauert es noch ein paar Tage länger. Aber spätestens dann könnte die Frage auftauchen, wo gucken wir das Spiel. Gemeinsam.

Vor vier Jahren pilgerten viele, zum Finale dann sehr viele, hinaus zur und in die Main-Tauber-Halle. Das gewonnene Endspiel war es dann auch, das dieses Public Viewing an ungewohnter Stelle in guter Erinnerung bleiben lässt. Vor zwei Jahren, bei der Europameisterschaft, gab es dieses „offizielle“, öffentliche gemeinsame Fußballschauen dann schon nicht mehr und auch heuer hat sich offensichtlich niemand gefunden, der bereit und in der Lage war, so etwas zu organisieren.

Was nicht heißt, dass es das, in kleinerem Rahmen, auf Wertheimer Gemarkung nicht doch gibt. Einfach mal die Augen offenhalten.

Scheint so, als hätten die Terminplaner in dieses letzte „Vor-WM-Wochenende“ alles hineingepackt, was in den nächsten Tagen und Wochen nicht geht, will man nicht in Konkurrenz zu „König Fußball“ treten. Es ist einiges los in der Stadt und der Region.

Welcher ist es denn nun? Das fragten sich (und den Bürgermeister) einige Freudenberger Kommunalpolitiker, als sie Peter Farrenkopf in den Gutachterausschuss der Stadt wählen sollten. Denn es gibt gleich mehrere Personen dieses Namens in der Stadt und den Ortschaften. „Der Freudenberger“, so Roger Henning, hoffend, damit Klärung zu schaffen. War nix, denn in der Kernstadt leben zwei Peter Farrenkopf. „Der Architekt“, so das nächste Differenzierungsmerkmal, das dann ausreichend war.

Wenn es so kommt, wie es im Moment aussieht, dann steht Freudenberg in den nächsten Jahren eine anspruchsvolle Aufgabe ins Haus. Was passiert mit dem Gelände mitten in der Stadt, auf dem sich bis jetzt noch ein Werk der Firma Rauch befindet? Darüber können sich alle Beteiligten und Verantwortlichen in vielleicht gar nicht allzu ferner Zukunft geflissentlich den Kopf zerbrechen. Und das muss nicht einmal Kopfschmerz verursachen, sondern kann vielleicht sogar Spaß machen.