Wertheim

Wald-Wirtschafts-Verein Verbissschutz vorgestellt

Zarte Triebe schützen

Nassig.Nach der letzten Versammlung des Wald-Wirtschafts-Verein (WWV) Anfang November in Nassig haben sich der Vorstand des WWV-Vereins und die Jäger zum Thema „Zaunbau und Pflanzen/ Jungtriebschutz“ im Wald Gedanken gemacht.

Das Hauptproblem Jahre nach dem Einzäunen ist und das massiv festgewachsene und zugewucherte Zaunmaterial. Es ist schlecht rückbaufähig, die Entsorgung aufwendig. Aus diesen Gründen sollen Jungpflanzen und Triebkulturen im Nassiger Privatwald in Zukunft anders geschützt werden.

Das Jägerehepaar Jana und Klaus Sadowski sind große Befürworter der sogenannten Verbissschutz- Klemmemanschette. unseren Wäldern nahezu ablösen. Die Verbissschutz-Manschette wird unterhalb der Terminaltriebknospe angebracht, so dass die Finger sich schützend um die Knospe herum verteilen. Der Verbissschutz ist viele Jahre wieder verwendbar.

Die Manschetten mit drei blauen, 20 Zentimeter langen Stäben eignen sich besonders gut als Verbiss- und Fege-Schutz in Rotwild-Revieren. Durch die langen Stäbe wird ein „Überbeißen“ verhindert, außerdem bieten die verlängerten Stäbe einen Verbissschutz das ganze Jahr über. Als Fegeschutz werden ein bis zwei Manschetten in Kniehöhe montiert, die beim Fegen mitschwingen und dadurch den Rehbock vergrämen. Nadelhölzer wie Fichte, Tanne und Douglasie bilden jährlich nur einen Trieb. Erste Erfolge zeigen sich im Nassiger Privatwald bei diversen Nadel und Laubhölzern. Dieses System ist sowohl beim Einzelschutz im Privatwald, als auch bei Forstlichen Zusammenschlüssen wie dem Wald-Wirtschafts-Verein in Nassig anwendbar.

Des Weiteren haben sich die Manschetten auch in Weihnachtsbaum-Kulturen als Vogelabwehr Schutz bewehrt. wwv