Wertheim

Frauenverein Bei Hauptversammlung auch das 30-jährige Bestehen gewürdigt

Ziel ist: Frauen stark machen

Archivartikel

Wertheim.Bei der Jahreshauptversammlung des Wertheimer Frauenvereins wurde zunächst mit großem Stolz auf die 30-jährige Vereinsgeschichte zurückgeblickt. Im Anschluss zeigte Vorsitzende Heide Fahrenkrog-Keller auf, wie abwechslungsreich das jüngste Jahr mit Veranstaltungen aus den Bereichen Politik, Kunst, Geschichte, Literatur, Wirtschaft, Medizin, Kulinarik und Botanik war.

Wie es im Rückblick hieß, wurden in den vergangenen 30 Jahren viele Frauenthemen behandelt. Noch immer gehe es darum, Räume zu haben, in denen sich Frauen treffen, um das oberste Vereinsziel zu erfüllen: „Initiativen zu ergreifen und Maßnahmen durchzuführen, die zur aktuellen präventiven und grundsätzlichen Verbesserung der Lage von Frauen und Kindern in dieser Gesellschaft dienen.“

Im Gründungsjahr traten 39 Frauen und ein Mann in den Verein ein. Bis heute hat sich die Zahl der Mitglieder mehr als verdreifacht, so die Verantwortlichen.

Keine höhere Scheidungsquote

Der Frauenverein sei gut vernetzt und anfängliche Befürchtungen, der „Emanzenverein“ könnte zu einer höheren Scheidungsrate in Wertheim führen, haben sich nicht erfüllt. Man wolle weiterhin Veranstaltungen zu Themen anbieten, die Frauen stark machen. Dabei werde darauf geachtet, dass der Verein politisch unabhängig bleibt.

Im Vereinsjahr 2017/2018 sei die Frauenpost, das Jahresprogramm des Frauenvereins, wieder prall gefüllt gewesen. Neben bewährten Programmpunkten wie dem „Frauensommerkino“ im Roxy, dem Ausflug nach Speyer, der Beteiligung an der Vorstellung von Lieblingsbüchern und am Wertheimer Familienspieltag wurden auch Plätzchen gebacken.

Gute Resonanz

Beim alljährlichen Frauenfest, das am Internationalen Frauentag zusammen mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt gefeiert wird, ging es diesmal um die Rollenbilder der Frau.

Zum zweiten Mal fand mit Erfolg die internationale Frauenparty statt. Besichtigt haben die Mitglieder die Bäckerei Steinruck in Dörlesberg und die Galvanik-Firma Walter Lemmen in Kreuzwertheim. Sehr gute Resonanz fand der Vortrag von zwei Politikwissenschaftlerinnen über die Wahlprogramme der Parteien im Zusammenhang mit der Bundestagswahl.

Neben Führungen durch die Schirn in Frankfurt und dem Rauchmuseum in Freudenberg stand das Kunstprojekt mit Isolde Broedermann im Mittelpunkt, in dem es um die Farbsymbolik ging. Aufschlussreich war der Vortrag von Dr. Christina Gläser über die Entstehung der Psyche. Führungen durch den botanischen Garten und die Eichelgassenausstellung rundete das Programm ab.

Das Programm wurde durch die Treffen der Literatur-, der Spiel- und Krabbelgruppen und der offenen Frauenlerngruppe bereichert. Elternschule und Multiple-Sklerose Gruppe beleben ebenso das Vereinsleben, so die Verantwortlichen.

Weiterhin bestehe die gute Zusammenarbeit mit der Kontaktstelle „Frau und Beruf“, die das „Cafe Startklar“ in den Vereinsräumen anbietet. Auch der offene Treff des sozialpsychiatrischen Dienstes finde in den Vereinsräumen statt. Der Internationale Frauentreff des Vereins „Willkommen in Wertheim“ trifft sich dort donnerstags nachmittags.

Wie die Vorsitzende berichtete, ist die Mitgliederzahl konstant geblieben. Kassiererin Heidi Hampe informierte über die finanzielle Situation des Vereins. Die Kassenprüferinnen Carolin Jucht und Irina Reis hatten keinen Grund zur Beanstandung.

Wahlen

Nach Entlastung des Vorstands und der Kassiererin standen die Neuwahlen an. Einstimmig im Amt bestätigt wurden Heide Fahrenkrog-Keller als Vorsitzende, Tanja Lemmen und Martina Dosch als ihre Stellvertreterinnen, Heidi Hampe als Kassiererin und Jutta Domin als Schriftführerin. Carolin Jucht und Irina Reis bleiben Kassenprüferin. Beisitzerinnen sind Birgit Betzold-Keller, Sieglinde Heid, Birgit Hiske, Anita Schack, Ute Schuhmacher, Marlise Teicke und Uschi Wehner.

Die neue Frauenpost bietet für 2018 einen bunten Strauß an Veranstaltungen. Beim Kunstprojekt mit Isolde Broedermann geht es um das Thema Vernetzung.