Wertheim

BBO in Nassig zu Besuch

Zünftiges Fest mit Überraschungsgast

Nassig/Osterburken.Die Mitglieder der Begegnungsstätte für Menschen mit und ohne Behinderungen Osterburken (BBO) ist seit 2011 jeweils Ende Juni bei ihrem Rollstuhlfahrer Helmut Maurer in Nassig bei einem gut besuchten Grillfest zu Gast.

Vor ein paar Tagen kamen 39 „BBOler“ – darunter 25 Menschen mit Behinderungen – in die Waldflur 26. Vier Kleinbusse der BBO und des DRK-Kreisverbandes Buchen leisteten den Spezialtransport. Diese Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen kommen aus einem weiten Umfeld um Osterburken: von Walldürn bis Krautheim und von Buchen bis Wertheim. Das ehrenamtlich tätige Betreuerteam der BBO war unter Leitung von Robert Wiegand mit elf Helfern im Einsatz.

Die Familien Maurer und Unger hatten wieder einen Festplatz mit Zelt und Grillstation vorbereitet. Die in Nassig ansässige Großfamilie war bei der Vorbereitung voll mit eingebunden. Ein reichhaltiges Kuchenbuffet und wegen der hochsommerlichen Temperaturen verschiedene gekühlte Getränke waren willkommen.

Zur Überraschung aller erschien am Nachmittag Wertheims Oberbürgermeister Markus Herrera Torrez. Der OB war erstaunt, wie viele Menschen mit Behinderungen zu diesem kleinen Fest nach Nassig gekommen waren.

Der ehemalige Geschäftsführer des Fördervereins BBO, Werner Sabelhaus aus Osterburken, stellte zunächst in launiger Form die Gäste vor. Dabei erfuhr Torrez Ortsnamen, die er noch nie gehört hatte. Bei seinem Grußwort erwähnte der OB, dass dies ein Termin ist, zu dem er gern gekommen sei, weil es ihn neugierig gemacht habe, „was da bei Helmut Maurer im Hof so abgehe“. Erstaunt zeigte sich Torrez über das große ehrenamtliche Engagement der Helfer der BBO zugunsten so vieler Menschen mit Behinderungen aus der Region. Er freue sich darüber, dass Helmut Maurer die Website der BBO betreut und diese auch regelmäßig pflegt.

Zum Abschluss wurden dann noch das Nassig-Lied und die BBO-Hymne gesungen. Die letzte (von einer Rollstuhlfahrerin aus Osterburken getextete) Strophe sei hier wiedergegeben: „Und keiner soll sagen, wer nicht geht, der sei schlecht: denn für alle, die nicht gehen, gibt’s den Rollstuhl erst recht. Und der eine liebt den E-Stuhl, den die Technik ihm beschert, und der andere all die kleinen Schieberchen, die er findet auf der Erd“.