Wertheim

Kulturwochen Schulorchester der Musikschule und Ukulelen-Ensemble begeistern bei Konzert im Mainvorland

Zum Abschied tosenden Applaus

Archivartikel

Beim zweiten Konzert dieser Woche im Mainvorland im Rahmen der Freudenberger Kulturwochen konnten sich die zahlreichen Zuhörer gleich auf zwei Gruppen freuen.

Freudenberg. Der Musikgenuss am Mittwoch war mit etwas Wehmut verbunden, denn das Schulorchester der Musikschule in seiner aktuellen Form gab am Abend im Pavillon sein Abschiedskonzert. „Viele gehen aufgrund von Ausbildung und Studium im nächsten Jahr weg“, erklärte Musikschulleiter und Lieder des Schulorchesters Michael Korn. Auch ihm ging der Abschied nahe.

„Mit jedem Schüler der die Musikschule verlässt, sticht es mir ins Herz, denn ich verliere eines meiner Kinder.“ Er hatte jedoch auch gute Nachrichten. Zum kommenden Schuljahr wird es ein neues Schulorchester geben. Neben einiger „alten Hasen“ wird dieses aus neuen Mitgliedern ab sieben Jahren bestehen. Zum Abschied bot die derzeitige Besetzung einen gelungenen Rückblick auf ihr Repertoire von Rock bis Filmmusik.

Kleine Gitarre, große Spielleistung

Zu den Stücken gehörten die Rockklassiker „Eye of the tiger“, „Rock for ever“ und „Summernight Rock“ sowie der „Party Rock Anthem“. Das das Orchester auch zum Abschied kein bisschen Leise war, bewies „Lets get loud“.

Auch einigen Weltstars zollte man mit „The best of Queen“ und „Mamma Mia“ den Tribut. Begeistert waren die Zuhörer auch von „Feelin Fine“, „A little Night music“, „Smoke on the water „ und „I’m a Believer.“ Natürlich verabschiedeten sich die Musiker nicht ohne den Wunsch, eine Zugabe zu erfüllen. Dabei begeisterten sie mit „Music from Grease.“ Das Publikum verabschiedete die Musiker mit einem tosenden Applaus.

Im zweiten Teil des Abends bot das laut Korn einzige öffentlich auftretende Ukulelen-Ensemble im weiten Umkreis ein besonderes Hörerlebnis. Die fünf erwachsenen Teilnehmer des Ukulelenkurs der Musikschule Freudenberg bewiesen unter Korns Leitung, dass man auch auf kleinen Gitarren große Spielkunst leisten kann. Zusätzlich überzeugten sie gesanglich. Sie unternahmen mit den Zuhörern eine Reise durch die Musik von Schlager, über Rock bis Popmusik. Korn zeigte sich begeistert darüber, dass sich auch Erwachsene auf ein neues, außergewöhnliches Instrument einlassen und dies mit solch großem Engagement erlernen.

Eigenes Logo

Auch darüber hinaus brächten sie sich mit vielen Ideen ein. So will das Ensemble ein eigenes Logo entwerfen und dieses unter anderem auf T-Shirts drucken. Ihren Auftritt begannen sie mit „Hey baby, I want to marry you“. Weiter ging es mit Schlager. Nach dem „Bett im Kronfeld“ bot man den Gäste „Griechischer Wein.“ Wie Korn berichtete, würde der Liedtext in Freudenberg lauten:“ Griech ich nen Wein.“ Beim bekannten Lied von Udo Jürgens stimmten die Gäste mit ein.

Als Anerkennung für einen treuen Gast der Konzerte am Mainvorland dichteten die Musiker Costa Cordalis Hit „Anita“ kurzerhand um. So sangen und spielten sie zu dessen Melodie das „Lied für Renate“. Nach „Beautiful Sunday“ stellte man musikalisch fest: „It never rains in California“. Auch hier hätte das Wetter eine Freudenberger Version zugelassen. Weiter ging die musikalische Reise zu „Fernando“.

Was mag wohl am Ende des Regenbogens sein, diese Frage konnten auch die Ukulelenspieler nicht beantworten. Gefühlvoll brachten sie jedoch „Somewhere over the rainbow“ dar. Bei „In the Summertime“ wirkten die Gäste als Hintergrundchor mit. Nicht nur bei „Que sera“ wurde zudem geschunkelt. Nach einem musikalischen Abstecher nach „Mendocino“ erschallten die Schlager „Mamor, Stein und Eisen bricht“ sowie „Im Wagen vor mir.“

Den Abschluss machte „Hulapalu“ von Andreas Gabalier. Auch das Ukulelen-Ensemble wurde um eine Zugabe gebeten, was man gerne erfüllte. So erklang „Wenn a Herz hoast wie a Bergwerk“ und „La bamba“.