Wertheim

Gericht Strafe für Student wegen Trunkenheit im Verkehr

Zum Auto „getorkelt“

Wertheim.Ein betrunkener Student stellte im März zwischen Urphar und Eichel seinen BMW mitten auf der L 2310 ab, urinierte am Straßenrand, „torkelte“ zum Wagen zurück und fuhr Richtung Miltenberg weiter. Bei Mondfeld hielt ihn die Polizei an. Die Untersuchung seiner Blutprobe ergab 0,81 Promille.

Der 21-Jährige erhielt wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr einen Strafbefehl mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen, dem Entzug der Fahrerlaubnis und einer Sperrfrist für deren Wiedererteilung von acht Monaten. Dagegen legte er Einspruch ein. In einer Verhandlung beim Amtsgericht Wertheim versuchten er und sein Verteidiger, die Einschätzung der rechtsmedizinischer Sachverständigen zu widerlegen. Das gelang nicht, und so nahm der Anwalt den Einspruch zurück. Die Fachfrau hatte erklärt, dass die damaligen Ausfallerscheinungen bei dem Mann für eine Fahruntüchtigkeit sprechen. Der Angeklagte hatte in der März-Nacht in Würzburg auf einer Party Alkohol getrunken und sich am Sonntagmorgen auf die Heimfahrt nach Miltenberg gemacht. Es schneite, auf der Straße lagen „etwa 20 Zentimeter“ Schnee. Ein anderer Autofahrer, der um 7 Uhr zwischen Urphar und Eichel wegen des abgestellten BMW anhielt, fragte den zum Wagen „zurücktorkelnden“ Mann, ob alles in Ordnung sei. Er bekam aber nur eine abweisende Antwort.

Als der Zeuge dann d hinter dem 21-Jährigen herfuhr, fiel ihm nichts Ungewöhnliches auf. Dennoch verständigte er die Polizei. Die Beamten stellten bei dem Student Alkoholgeruch, verlangsamte Pupillenreaktion, überschießenden Speichelfluss beim Reden sowie sprunghaftes Verhalten von aggressiv, über beleidigend herablassend bis unterwürfig fest. Durch Rückrechnung von der Blutentnahme bis zum Zeitpunkt, als der 21-Jährige an der Landesstraße gehalten hatte, kam die Rechtsmedizin auf einen Wert von 0,96 Promille. goe