Wittighausen

Konstituierende Sitzung Ausgeschiedene Wittighäuser Gemeinderäte verabschiedet, neue verpflichtet

„Die Zukunft abwarten, die Gegenwart genießen“

Die Verabschiedung des bisherigen und die Konstituierung des neuen Gremiums standen am Dienstagabend im Mittelpunkt der öffentlichen Sitzung des Gemeinderats Wittighausen.

Wittighausen. Im neuen Gemeinderat gibt es einige Veränderungen, denn von den insgesamt zwölf Ratsmitgliedern haben vier bisherige das Gremium verlassen, nachdem sie nicht mehr für eine Wiederwahl kandidiert hatten. Dafür nahmen eine Ratsfrau und drei -herren nach ihrer Neuwahl erstmals am Sitzungstisch Platz, nachdem sie gemeinsam mit den acht wiedergewählten Ratsmitgliedern die von Bürgermeister Marcus Wessels verlesene, nach der Gemeindeordnung vorgesehene Verpflichtungsformel zu ihrer Amtseinsetzung nachgesprochen hatten.

Die neu gewählten Gemeinderäte sind Angelina Berberich (Poppenhausen) sowie Jörg Deubel, Sebastian Henneberger und Achim Michel (alle Unterwittighausen).

Zuvor hatte Wessels die vier ausscheidenden Räte Georg Henneberger, Thomas Ulsamer, (Unterwittighausen), Werner Maag (Poppenhausen) und Martin Neckermann (Vilchband) ebenso feierlich sowie zudem mit einem kleinen Präsent verabschiedet.

20 Jahre im Gremium

Neckermann war insgesamt 20 Jahre im Rat der Gemeinde Wittighausen. Dafür erhielt er als Anerkennung eine Stele des baden-württembergischen Gemeindetages. Ulsamer gehörte dem Gremium 15 Jahre lang an. Maag setzte sich zehn Jahre für die Belange der Gemeinde im Gemeindeparlament ein und erhielt dafür eine Ehrennadel des Baden-Württembergischen Gemeindetages. Nach fünf Jahren verlässt Georg Henneberger den Gemeinderat, dem er bereits von 1999 bis 2002 bis zur Wahl seines Bruders Bernhard Henneberger zum Bürgermeister angehört hatte.

„Man muss die Zukunft abwarten und die Gegenwart genießen oder ertragen“, zitierte Wessels den Schriftsteller, Gelehrten und Staatsmann Wilhelm von Humboldt. Wenn man die Gegenwart gestalte, lasse sich diese sowohl leichter genießen und ertragen als auch die Zukunft gelassener abwarten, fügte der Bürgermeister hinzu. „Wir brauchen Bildung, Schutz, Infrastruktur und noch viele weitere Dinge, die wir nicht alleine in unserem Kämmerchen regeln können“, betonte er.

„Sie haben sich dazu entschieden, Ihre Freizeit ehrenamtlich für das Wohlergehen der Gemeinschaft einzusetzen“ dankte Wessels allen scheidenden, weiter amtierenden und zukünftigen Gemeinderäten für deren Engagement zur Mitgestaltung der kommunalen Aufgaben und Belange im Rahmen des im Grundgesetz verankerten Selbstverwaltungsrechts der Städte und Gemeinden. „Alle gemeindlichen Entscheidungen – soweit nicht gesetzlich der Bürgermeister zuständig ist – werden vom Gemeinderat gefällt“, unterstrich Wessels den hohen demokratischen Stellenwert des Gemeinderats.

„Es war ein Qualitätsmerkmal des scheidenden und ist es hoffentlich auch des kommenden Gemeinderates, dass Themen stets sachlich, lösungsorientiert und fair diskutiert wurden“, hob er hervor. Ohne Fraktionszwang, dafür aber mit viel Sachverstand und Kompetenz wurde und werde an den Herausforderungen der Gemeinde gearbeitet. „Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen“, äußerte er ein Zitat von Winston Churchill.

Gerhard Skazel bestätigt

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des neuen Gemeinderates wurde Gerhard Skazel (Unterwittighausen) einstimmig in seinem Amt als erster Bürgermeisterstellvertreter bestätigt. Zum zweiten Stellvertreter wurde ebenfalls einstimmig Harald Ebert (Vilchband) neu gewählt, der damit die Nachfolge von Herbert Reinhard (Unterwittighausen) antritt.

Vertreter für den technischen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Grünsfeld-Wittighausen sind neben Bürgermeister Marcus Wessels aus dem Ratsgremium Albert Häußler, Erika Kordmann, Achim Michel und Martin Pruszydlo. Als Stellvertreter wurden Angelina Berberich, Monika Borst, Jörg Deubel und Harald Ebert bestimmt.

Die technische Verwaltungsgemeinschaft ist besonders für die Städtebauliche Ordnung in Form des Flächennutzungsplans beider Kommunen zuständig. In der Versammlung des „Zweckverbands Wasserversorgung Grünbachgruppe“ wird die Gemeinde Wittighausen künftig durch Wessels und Michael Schinnagel sowie ersatzweise durch Sebastian Henneberger vertreten sein.

Die Wahl der künftigen Vertreter für den „Zweckverband Abwasserbeseitigung Wittigbach“ fiel auf Gerhard Skazel und Herbert Reinhard sowie auf Albert Häußler und Martin Pruszydlo als deren Stellvertreter. Vertreterin zur Mitgliederversammlung bei der Volkshochschule Mittleres Taubertal ist neben Bürgermeister Wessels aus dem Rat Monika Borst, als dortiger Stellvertreter fungiert Harald Ebert.

Die jeweiligen Besetzungen der Ausschüsse und Vertreterregelungen erfolgten sowohl auf Basis einer Vorschlagsliste der Freien Wählervereinigung als auch jeweils einstimmig.