Wittighausen

Besonderes Treffen Bürgermeister aus den Orten Poppenhausen kamen im Badischen zusammen

Freundschaft der Namensvetter pflegen

Poppenhausen.Vier Orte – und alle haben den gleichen Namen „Poppenhausen“: Neben dem Ortsteil der Gemeinde Wittighausen im Main-Tauber-Kreis handelt es sich um gleichnamige Gemeinden im Landkreis Fulda (Hessen) und Landkreis Schweinfurt (Unterfranken) sowie einem Ortsteil der Gemeinde Hellingen im Landkreis Hildburghausen (Thüringen). Jüngst haben die Bürgermeister aus diesen vier Gemeinden wieder ein Treffen nebst Partnerinnen arrangiert. Die erneute Zusammenkunft fand diesmal im badischen Poppenhausen statt.

Nachdem bis auf den Bürgermeister aus dem hessischen Poppenhausen/Wasserkuppe, Manfred Helfrich, alle Bürgermeister relativ neu im Amt sind, war es eine gute Gelegenheit, sich gegenseitig kennen zu lernen und die Freundschaft der Orte am Leben zu erhalten.

Auf dem Programm stand unter anderem eine gemeinsame Wanderung um das Dorf. Nach einer Stärkung im Blumencafé „Pusteblume“ in Unterwittighausen ging es anschließend bei strahlendem Sonnenschein einige Kilometer durch die Gemarkung in Poppenhausen, bevor beim „Wendelinshof“ nach einer Hofführung der Tag gemütlich ausklang.

Nachdem alle Ortsschilder von Poppenhausen gestohlen worden waren, wurde ein Foto vor dem Feuerwehrgerätehaus gemacht.

Die Orte „Poppenhausen“ pflegen seit fast vier Jahrzehnten eine freundschaftliche Verbundenheit. Am 16. Juni 1979 war die Geburtsstunde der Treffen der bundesdeutschen Poppenhausen, als sich Abordnungen der drei westdeutschen Ortschaften anlässlich eines Frühlingsfestes der Soldaten- und Reservistenkameradschaft in Unterfranken trafen. Nach der Wiedervereinigung kam der gleichnamige Ort aus Thüringen offiziell hinzu. Von dort konnten bis dahin die Treffen nur von mutigen Einzelpersonen besucht werden, die Angst haben mussten, von der Staatssicherheit der ehemaligen DDR belangt zu werden.

Zahlreiche Treffen

Seither finden Treffen in einem der vier Poppenhausen statt, wobei häufig Jubiläen örtlicher Vereine oder Gemeindefeste zum Anlass genommen werden. Ziel ist der Austausch von Informationen und Erfahrungen und die Pflege der Freundschaft. So fand zum Beispiel anlässlich des 30-jährigen Bestehens dieser Freundschaft das damals 18. Poppenhausen-Treffen am Fuß der Wasserkuppe (Rhön) im Rahmen des 100-jährigen Vereinsjubiläums des dortigen TSV Poppenhausen statt. Bei diesem Jubiläumstreffen im Jahr 2009 berichtete Helfrich unter anderem von Kuriositäten, die sich durch Verwechslungen der Poppenhausen ergeben hätten. Beispielsweise seien mehrmals Urlaubsgäste im fränkischen Poppenhausen gelandet, die ihren Urlaub eigentlich an der Wasserkuppe hätten verbringen wollen. Öfter hätten auch schriftliche Anfragen oder sonstige Irrläufer des Postverkehrs weitergeleitet werden müssen. Bei einer Europawahl etwa sei ein Wahlschein für Poppenhausen (Franken) beim Wahlamt der Rhön-Gemeinde eingegangen, bevor er auf den richtigen Weg gebracht worden sei.

Bei dem jüngsten Zusammensein bekräftigten die aktuellen Bürgermeister aus den vier Gemeinden und Ortschaften übereinstimmende Einigkeit, an dieser schönen Tradition der regelmäßigen Poppenhausentreffen festzuhalten und sie weiter fortzusetzen. pdw