Wittighausen

Gemeinderat tagte Langfristigen Erbpachtvertrag mit der katholischen Kirchengemeinde für das Dorfgemeinschaftshaus geschlossen

Gebäude kann weiterhin genutzt werden

Archivartikel

Die Kommune schließt mit der katholischen Kirche einen langfristigen Erbpachtvertrag für das Dorfgemeinschaftshaus in Vilchband.

Wittighausen. Die Gemeinde Wittighausen hat einen langfristigen Erbpachtvertrag für das Dorfgemeinschaftshaus in Vilchband geschlossen: Dies gab Bürgermeister Marcus Wessels bei der letzten öffentlichen Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause im Sitzungssaal des Rathauses bekannt.

Mit der katholischen Kirche und der Kirchenschaffnei der Erzdiözese in Freiburg als Eigentümer und bisherige Besitzer sei ein über 99 Jahre lang gültiger Erbpachtvertrag über das Anwesen nebst Grundstück unterzeichnet worden.

Haus saniert

Vor rund 20 Jahren hatte die Gemeinde das Gebäude saniert und renoviert. In Verbindung damit wurde eine Vereinbarung getroffen, dass die Gemeinde einerseits Räumlichkeiten des Hauses kostenlos nutzen könne, andererseits die Nebenkosten und Unterhaltskosten trage.

Nachdem der bislang bestehende Mietvertrag Ende Juli auslaufe und nicht mehr verlängert werde, jedoch ein vom Eigner angebotener Verkauf der Liegenschaft an die Gemeinde Wittighausen für diese nicht in Frage gekommen sei und deren Haushaltsmittel überschritten hätte, einigte man sich auf diesen Kontrakt zur Lösung, wie es zukünftig mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Vilchband und dessen Nutzung weitergehen könnte.

Vor allem beinhaltet der Vertrag, dass die Kirche auf 20 Jahre hinweg die bisher von ihr gebrauchten Räume in einer Preishöhe der jährlichen Erbpacht mieten werde, so dass für die Gemeinde Wittighausen bis auf das Übernehmen der Gebäudeversicherung insgesamt keine zusätzlichen Kosten anfallen und das übrige Bauwerk weiterhin von ihr genutzt werden könne. Dazu zähle unter anderem die Nutzung für Veranstaltungen sowie die darin befindliche Außenstelle des gemeindlichen Standesamtes und die regelmäßige Bierstube der Bürger Vilchbands.

Einstimmig fasste das Ratsgremium einen Vorratsbeschluss hinsichtlich der Vergabe von Eigenmaßnahmen des Zweckverbandes Wasserversorgung Grünbachgruppe für die Fernwirktechnik im Rahmen von Verbundmaßnahmen des Wasserversorgungsverbandes „Mittlere Tauber“. Im Zuge der Schaffung des Roh- und Reinwasserverbundes im Zweckverband Wasserversorgung „Mittlere Tauber“ werden Anpassungen und Ergänzungen in der bestehenden Netz- und Bauwerksstruktur des Wasserversorgung-Zweckverbandes Grünbachgruppe als Eigenmaßnahmen erforderlich. Die Vergabe der nötigen Fernwirktechnik wurde funktionsabschnittsweise zusammen mit den Maßnahmen des Wasserzweckverbandes „Mittlere Tauber“ ausgeschrieben.

In der kommenden Verbandsversammlung „Mittlere Tauber“ am 19. Juli steht die Vergabe dieser Fernwirktechnik zur Beschlussfassung an. Die Grünbachgruppe wird diese in ihrer Sitzung am 9. Juli beschließen. Der Gemeinderat Wittighausen stimmte zu, den Auftrag für die Fernwirktechnik des Zweckverbandes „Grünbachgruppe“ im Rahmen der Errichtung des Zweckverbandes „Mittlere Tauber“ an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben und beauftragte die Vertreter in der Verbandsversammlung „Grünbachgruppe“ entsprechend abzustimmen.

Ebenfalls einhellig gab der Rat seine Zustimmung zur Erneuerung der Förderleitung der „Grünbachgruppe“ im Baugebiet „Höhri II“ in der Stadt Grünsfeld sowie der dortigen Verlegung einer neuen Förderleitung zwischen den Hochbehältern Hömberg und Lai.

Neue EDV-Anlage

Bei einer Enthaltung beschloss das Gremium eine Erneuerung der über fünf Jahre alten EDV-Anlage im Rathaus. Bislang habe sich nach Wessels Berichten ein Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung um Neubeschaffungen gekümmert sowie immer wieder viele Tage auf die Zusammenstellung und Abstimmung der Komponenten verwendet. Dabei sei jedes Mal zu klären gewesen, welche Systemvoraussetzungen gegeben sein müssten, damit alle Anwendungen einwandfrei funktionierten. Nachdem der Aufwand dafür und die Anforderungen generell enorm gestiegen seien, erscheine eine Neuanschaffung sinnvoll und notwendig. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, ob der Kauf oder ein Leasing der wirtschaftlichste Weg sei.

Laut dem jetzigen Ratsbeschluss wird der Auftrag für das IT-Consulting an den Zweckverband kivbf zum Preis von rund 5600 Euro netto vergeben, um darauf aufbauend die EDV-Ausstattung angepasst zu modernisieren.