Wittighausen

BayernTourNatur Wanderung am Sonntag, 26. Mai, in Unterwittighausen

Magerrasen und Biberbiotop

Archivartikel

Unterwittighausen.Magerrasen sowie das Biberbiotop am Insinger Bach auf Gemarkung Unterwittighausen stehen im Mittelpunkt einer Naturwanderung am Sonntag, 26. Mai. Die von der Nabu-Vogelschutzgruppe Wittighausen in Kooperation mit der Gemeinde veranstaltete Naturführung findet im Rahmen der BayernTourNatur statt.

Start ist um 13.30 Uhr an der Grundschule in Unterwittighausen. Von dort geht es zu den Magerrasen im Naturdenkmal „Mühlberg“ und weiter zu dem großen Biberbiotop im Naturdenkmal „Ried“. Die rund vier Kilometer lange Rundtour endet gegen 16 Uhr wieder an der Grundschule in Unterwittighausen. Festes Schuhwerk sowie die Mitnahme von Fernglas, Getränken und gegebenenfalls Sonnenschutz wird empfohlen. Die beiden Naturdenkmale „Mühlberg“ und „Ried“ haben in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung erfahren und sind wertvolle Lebensräume für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten.

Das Naturdenkmal „Ried“ gilt als eines der bedeutendsten zusammenhängenden Schilf- und Riedbiotopen im Main-Tauber-Kreis.

Das Biotop am Insinger Bach zwischen Unterwittighausen und bayerischer Landesgrenze hat sich insbesondere auch seit seiner Erweiterung im Winter 2014/2015 in seiner Artenvielfalt ökologisch hervorragend weiterentwickelt. Das ursprüngliche rund einen Hektar große und gleichnamige Naturdenkmal war in der damaligen Winterperiode nach dem Ankauf benachbarter, rund 1,4 Hektar umfassende Flächen durch die Gemeinde Wittighausen zwischen dem Naturdenkmal und der Landesstraße erheblich erweitert worden (die FN berichteten).

Mit dem Ankauf wurden sowohl Konflikte zwischen einer sich seit etwa 2008 am Insinger Bach zunehmend erweiternden Biberpopulation und benachbarten Grundstückseigentümern gelöst, als auch diese Flächen in ihrem Wert als Lebensraum für Pflanzen- und Tierarten wesentlich erhöht. Die Erweiterung der gesamten Fläche naturnaher Biotope hat auch zu einer erheblichen Steigerung der Vielfalt sowohl bei den Tier- als auch bei den Pflanzenarten geführt.

Zugleich wurden auf den Flächen vom Bauhof zwei etwa 1,5 bis zwei Meter tiefe Tümpel neu angelegt, die durch den Biber verursachte Veränderungen des Wasserstandes auf dem Biotopareal nach einiger Zeit zu einem einzigen Teich „zusammengewachsen“ sind. Ein nach Absprache mit der Naturschutzbehörde des Main-Tauber-Kreises aufgeschütteter Steinhaufen gestaltet als Trocken-Lebensraum das Biotopmosaik mannigfaltiger. Dadurch haben sich die Tümpel mitsamt den umgebenden Plätzen zusätzlich verstärkt zum Lebensraum für viele Amphibien, wie etwa die streng geschützte Gelbbauchunke und Ringelnatter, entwickelt.

Die BayernTourNatur als Dachmarke für geführte Naturbegegnungen ist eine Gemeinschaftsaktion von Staat, Vereinen, Verbänden, Umweltbildungseinrichtungen, Kommunen und Einzelpersönlichkeiten. Seit 2001 lädt das Bayerische Umweltministerium alljährlich Naturführer ein, den Menschen die heimische Naturvielfalt auf spielerische und erlebnisreiche Weise näher zu bringen. pdw