Wittighausen

Bahnstrecke Würzburg – Lauda In wenigen Wochen kommt es zu einer deutlichen Verbesserung

Taktverkehr kommt am 9. Dezember

Der neue Taktverkehr kommt ab 9. Dezember auf der Bahnstrecke Würzburg – Lauda.

Kirchheim. Große Freude herrscht bei den Verantwortlichen des Kommunalen Arbeitskreises (KAK) der Frankenbahn, Kursbuchstrecke 780 (KBS), um Heinz Ehrhardt (Geroldshausen/Moos) sowie den beiden Altbürgermeister Anton Holzapfel (Kirchheim) und Karl Hügelschäffer (Reichenberg). Die KBS 780 führt ab dem Würzburger Hauptbahnhof über Lauda bis Stuttgart und ist damit die Bahnanbindung im südwestlichen Landkreis Würzburg.

Bemühungen gebündelt

Der KAK bündelt gemeinsam mit den Kommunen von Würzburg bis Lauda ehrenamtlich die Bemühungen für Verbesserungen auf der KBS 780. Nach langen Jahren der Anstrengungen und unter Mitwirkung des Arbeitskreises Mobilität und Regionalentwicklung in der Agenda 21, so Sprecherin Ulrike Ernst-Schwertberger (Gaubüttelbrunn), werde nun dem Fahrplanwechsel zum 9. Dezember der Stundentakt auf der für die Gemeinden Reichenberg, Geroldshausen und Kirchheim sowie die anliegenden Kommunen auf baden-württembergischer Seite so wichtigen Bahnstrecke eingeführt. Über die Linie ist man in knapp 20 Minuten ab Kirchheim am Hauptbahnhof in Würzburg, von Reichenberg aus in unter zehn Minuten.

Die freudige Nachricht der Verbesserungen wurde dem KAK nun von Kirchheims Erstem Bürgermeister Björn Jungbauer überbracht. Jungbauer hatte den derzeit noch vorläufigen Fahrplan ab dem kommenden Jahr vorab von der Deutschen Bahn erhalten „Der Plan steht zwar noch unter dem Vorbehalt von weiteren Änderungen, allerdings ist klar, dass es künftig sechs neue Verbindungen von Kirchheim nach Würzburg gibt und drei von Würzburg nach Kirchheim. Somit haben wir dann im Zeitraum von 5 bis 22 Uhr von Kirchheim nach Würzburg und im Zeitraum von 5 bis 21 Uhr von Würzburg nach Kirchheim immer mindestens eine Zugverbindung in der Stunde“, so Jungbauer. „Dafür haben wir jahrelang gekämpft, viele Briefe geschrieben und Gespräche geführt. Mein besonderer Dank gilt daher den beiden CSU-Stimmkreisabgeordneten Manfred Ländner (Landkreis Würzburg) und Oliver Jörg (Stadt Würzburg) sowie Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Landrat Eberhard Nuß. Sie haben immer wieder die Verbindungen zu Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) und zur Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) aufgebaut, welche die Fahrleistungen auf der Strecke im Auftrag des Freistaats Bayern bestellt“, so KAK-Koordinator Heinz Ehrhardt.

Neue Bahnhaltepunkte

Die beiden Altbürgermeister Anton Holzapfel und Karl Hügelschäffer hatten es in ihren Amtszeiten und ihren Gemeinden geschafft, jeweils neue Bahnhaltepunkte mitten in den Kommunen an der Strecke zu etablieren. Daher war auch bei ihnen die Freude groß, als sie nun die Stundentaktung Schwarz auf Weiß in den Händen hielten. „Diese Vertaktung ist eine großartige Sache für die Menschen in der Region und eine deutliche Verbesserung der Infrastruktur in unseren Gemeinden“, so die beiden unisono.

Weiter kämpfen will der KAK gemeinsam mit den Kommunen für einen weiteren Ausbau des Takts auch in den Abendstunden. „Spätestens zur Eröffnung des neuen Haltepunkts der Linie in Heidingsfeld 2021 hoffen wir auch hier auf ein erweitertes Angebot“, so Heinz Ehrhardt. Für den Neubau des Haltepunktes hatten sich unter anderem die anliegenden Gemeinden, der KAK-Arbeitskreis sowie Landrat Eberhard Nuß und Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt stark gemacht. Gleich zwei Bahnhaltepunkte gibt es in der Gemeinde Kirchheim, einen in Gaubüttelbrunn und einen in Kirchheim. „Dank der maßgeblichen Bemühungen unserer drei Landtagsabgeordneten wird nun auch der Haltepunkt in Gaubüttelbrunn im kommenden Jahr auch mit erheblichen Mitteln des Freistaats Bayern barrierefrei ausgebaut“, so Kirchheims Bürgermeister Jungbauer. Um den steigenden Nutzerzahlen auf der Strecke Rechnung zu tragen, hat die Gemeinde Kirchheim kürzlich eine Scheune samt Grundstück direkt am Bahnhaltepunkt erworben, um dort einen Park-und-Ride-Platz für bis zu 25 Fahrzeuge zu errichten.

Zur vorläufigen Endhaltestelle der Bahnlinie wird Kirchheim im nächsten Jahr werden, wenn die Strecke zwischen der Muschelkalkgemeinde und Lauda-Königshofen wegen Tunnelbauarbeiten bei Wittighausen für knapp acht Monate gesperrt wird. „Die Züge fahren dann bis zum Bahnhaltepunkt Kirchheim, ab dort beginnt der Schienenersatzverkehr mit Bussen“, daher wird der neue Park-und-Ride-Platz demnächst bereits auch provisorisch hergerichtet.