Wittighausen

Freiwillige Feuerwehr Wittighausen Hauptversammlung / Mitgliederzahl liegt derzeit bei insgesamt 163

Unspektakuläre vergangene zwei Jahre

Vor allem im Zeichen eines Rückblicks auf 2017 und 2018 sowie von Ehrungen langjähriger Mitglieder stand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wittighausen.

Witttighausen. Zum Auftakt durfte Kommandant Herbert Reinhard besonders Bürgermeister Marcus Wessels sowie Heiko Wolpert, stellvertretender Kreisbrandmeister und stellvertretender Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbands, begrüßen.

Totengedenken

Bei einem Totengedenken, das von Thomas Landwehr an der Trompete begleitet wurde, erinnerte Reinhard an die in den letzten beiden Jahren verstorbenen Mitglieder. Im Anschluss berichtete der Kommandant über Aktivitäten, Fakten und Zahlen der Feuerwehr seit der letzten Jahreshauptversammlung vor fast genau zwei Jahren.

Bezüglich der Einsatzabteilung vermeldete Reinhard eine Gesamtstärke von (Stand 1. Januar) 111 (Stand 2017: 108) Mitgliedern, zudem bei den Alterskameraden 26 (20) und in der Jugendfeuerwehr 26 (27) Teilnehmer.

„So ruhig und unspektakulär wie die letzten zwei Jahre war es schon lange nicht mehr“, bilanzierte Reinhard die Einsatzstatistik. Insgesamt sei die Wehr 21 mal gerufen worden, darunter lediglich zweimal wegen der „Kernaufgabe Feuer“ und zwar jeweils zu einem Kleinbranden im Freien.

Weitere Alarmierungen erfolgten unter anderem aufgrund eines Verkehrsunfalls sowie mehrmals wegen auslaufender Betriebsstoffe. Darüber hinaus zählten Sicherheitsdienste bei verschiedenen Veranstaltungen und Prozessionen zu den Dienstaktivitäten. Die geleistete Einsatzzeit ohne Nachbereitung habe 560 Stunden betragen.

Sorge bereite die zum Teil schwache Einsatzstärke bei Alarmierungen an Werktagen, die vor allem auf den Strukturwandel zurückzuführen sei, da Wittighausen selbst nur relativ wenige Arbeitsplätze aufweise und die Landwirtschaft nicht mehr so zahlreich vertreten sei wie noch vor Jahren. Gleichzeitig warnte Reinhard davor, aufgrund der geringen Einsatzzahlen in den beiden vergangenen Jahren sich nicht mehr mit der gebotenen Intensität und Einstellung dem Feuerwehrdienst und Feuerwehrwesen zu widmen. „Damit wir für unsere Aufgaben gerüstet sind, bedarf es nach wie vor der Übung und Ausbildung sowohl am Standort als auch überregional“, betonte Reinhard.

Gemeinsame Alarmübungen

Die alljährlichen gemeinsamen Alarmübungen für die bis dato vier Abteilungswehren fanden 2017 am Raiffeisenlagerhaus und 2018 am neuen Bauhof statt. Ein weiterer Höhepunkt der Übungsaktivitäten war das erneute Wittighäuser Atem- und Brandschutzseminar (WABS) 2018, bei dem wieder Trainingseinheiten zur Brandbekämpfung für die Atemschutzgeräteträger im Übungscontainer der EnBW als auch diesmal Manöver zur Rettung von Personen aus einem Tiefenschacht auf dem Programm standen.

Zudem referierten bereits zwei Tage zuvor abends zum einen Matthias Widmayer, Leiter der Notfallseelsorge im Main-Tauber-Kreis, über „Notfallseelsorge für und im Feuerwehrdienst“ und zum zweiten Stefan Spöckel, DB Notfallmanager aus Würzburg, über „Gefahren, Vorsichts- und Hilfsmaßnahmen sowie Ausrüstungen bei Einsätzen auf den Anlagen der DB“. Darüber hinaus seien von zahlreichen Aktiven Lehrgänge auf Kreisebene und an der Landesfeuerwehrschule absolviert worden.

Ein unumgänglicher und notwendiger Schritt sei der Zusammenschluss der Poppenhäuser Abteilung mit der in Oberwittighausen gewesen. „Die weitaus überwiegende Mehrheit hat sich mit dieser Fusion einverstanden gezeigt und sie als richtigen Weg für die Zukunft angesehen“, berichtete Reinhard. Somit könne der Gemeinderat in seiner nächsten Sitzung die entsprechend überarbeitete Satzung verabschieden. Nach einem Bericht der Jugendfeuerwehren Unter-/Oberwittighausen und Vilchband über zahlreiche Übungen und Aktivitäten sowie dem Kassenbericht durch Sebastian Henneberger und der Bestätigung des Revisors einer einwandfreien Kassenführung wurde die Führung einstimmig entlastet.

Schlagkraft nicht abgenommen

„Selbst wenn die Zahl der Einsatzabteilungen ganz im Sinne der Gemeinde von vier auf drei reduziert wurde, hat die Schlagkraft der Feuerwehr Wittighausen nicht abgenommen, sondern eher im Gegenteil, eine starke Abteilung ist viel mehr wert als zwei schwache“, zeigte sich Wessels überzeugt. Zwar sei ein Förderantrag für den Erwerb eines neuen Feuerwehrfahrzeugs gestellt worden, allerdings bleibe ungewiss, ob die Gemeinde dieses Jahr zum Zug komme. „Ich hoffe jedoch, dass wir im kommenden Haushaltsjahr den Erwerb angehen können. Aber darüber hat letztlich der neue Gemeinderat zu entscheiden“, hob der Bürgermeister hervor.

Als ebenfalls einen Weg in die richtige Richtung bezeichnete Wolpert den erstellten Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Wittighausen.

Die Wehr habe sich im Laufe der Zeit geändert, einhergehend seien Feuerwehr, Familie, Freizeit und Beruf vier verschiedene Felder, die es zu vereinbaren gelte.

„Eine Feuerwehr kann nur funktionieren, wenn sich die verschiedenen Generationen kameradschaftlich ergänzen“, unterstrich Wolpert, der in diesem Kontext speziell die sehr rege und engagierte Aktivität der Jugendfeuerwehr in Wittighausen würdigte.