Würzburg

Sechsstreifiger Ausbau Auf der A 3 bei Würzburg gibt es Verschiebungen im Bauablauf

Arbeiten dauern länger als geplant

Archivartikel

Würzburg.Die Fertigstellung des sechsstreifigen Ausbaus der A 3 zwischen Würzburg-Heidingsfeld und der Mainbrücke Randersacker verschiebt sich in Richtung Nürnberg aufgrund von Verzögerungen im Bauablauf auf das Jahr 2021. Dies teilte die Autobahndirektion Nordbayern mit.

Seit Anfang März 2018 ist auf der A3 zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Heidingsfeld und Randersacker die neue Richtungsfahrbahn Frankfurt für den Verkehr freigegeben und damit die erste von zwei Hauptbauphasen abgeschlossen.

Im Zuge der ersten Hauptbauphase wurde die 5,4 Kilometer lange Richtungsfahrbahn Frankfurt mit einer bis zu neun Meter tiefen Absenkung zwischen der Talbrücke Heidingsfeld und dem Rasthof Süd mit offener Tieflage abgesenkt und die Nordröhre des 570 Meter langen Katzenbergtunnels, einschließlich der erforderlichen Tunneltechnik, sowie das nördliche Teilbauwerk der 630 Meter langen Talbrücke Heidingsfeld mit einer sechs Meter hohen Lärmschutzwand hergestellt.

Seit Beginn der zweiten Hauptbauphase im März 2018 wird nun mit Hochdruck am Erdabtrag für die Tunnelsüdröhre, an der Tieflage der Richtungsfahrbahn Nürnberg sowie am Abbruch der alten Talbrücke gearbeitet.

Aufgrund von „erheblichen bauvertraglichen Auseinandersetzungen mit den Auftragnehmern des Streckenbaus und der Talbrücke“ haben sich laut Autobahndirektion Nordbayern jedoch die Bauarbeiten deutlich verzögert und es sind Verschiebungen im Bauablauf eingetreten.

Trotz der Maßnahmen zur Minimierung des Bauverzugs, wie die vorzeitige Inbetriebnahme des Katzenbergtunnels, bei welchem die vorgeschriebenen Tunneltests bereits parallel zur Montage der Tunnelausrüstung in den kritischen Wintermonaten stattfanden, konnten diese Verzögerungen nicht vollständig ausgeglichen werden.

Die Verlängerungen der Bauzeit für den Streckenbau sowie für den Neubau und den Abbruch der Brücke führten zu weiteren Zeitverschiebungen, da die Fertigstellungstermine im ursprünglichen Bauzeitenplan eng aufeinander abgestimmt waren. Die erforderlichen Bauabläufe für die Richtungsfahrbahn Nürnberg wurden deshalb in den letzten Wochen angepasst. So ist unter Berücksichtigung dieser baubetrieblichen Notwendigkeiten sowie des eingeschränkten Baubetriebs in den Wintermonaten eine Fertigstellung der Richtungsfahrbahn Nürnberg für Herbst 2021 vorgesehen.

Im Jahr 2022 werden noch erforderliche Restleistungen im Bereich des Lärmschutzes und des Erdbaus durchgeführt. So werden unter anderem noch vorhandene Baulücken im Bereich der Lärmschutzwände geschlossen sowie der lärmmindernde offenporige Asphalt eingebaut. Abschließend erfolgen noch die Geländemodellierung der angrenzenden Bereiche sowie die Gestaltung der Tunneloberfläche des Katzenbergtunnels.

Die für die Nacht vom 8. auf 9. Mai vorgesehene Sperrung des Autobahnabschnittes zwischen den Anschlussstellen Würzburg-Heidingsfeld und Würzburg-Randersacker ist nicht mehr erforderlich. Die für zwei Nächte angesetzten Arbeiten an den Sicherheitseinrichtungen des Katzenbergtunnels konnten bereits in der Nacht auf 8. Mai abgeschlossen werden.

Im Katzenbergtunnel wurden in beiden Fahrtrichtungen Arbeiten an den Sicherheitseinrichtungen durchgeführt, um stets das hohe Sicherheitsniveau im Tunnel zu gewährleisten. Auslöser für die Arbeiten waren u.a. die hohe Staubentwicklung durch den Baustellenverkehr.