Würzburg

Polizeibericht Pkw-Lenker verursacht Unfall / Die Mittelleitplanke wird verschoben

Autobahn eineinhalb Stunden gesperrt

Archivartikel

Geiselwind.Ein Pkw-Lenker hat am frühen Mittwochabend beim Einfahren auf die A 3 an der Anschlussstelle Geiselwind einen Unfall verursacht und eine Kettenreaktion ausgelöst. Dabei wurde die mobile Mittelleitplanke innerhalb der Baustelle verschoben. Die Autobahn musste für eineinhalb Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden. Eine Person wurde leicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 16 000 Euro.

Gegen 1.50 Uhr übersah ein 53-jähriger SUV-Fahrer beim Einfahren einen Lastzug und fuhr knapp vor diesem in Richtung Nürnberg auf. Dessen 50 Jahre alte Fahrer bremste nicht mehr genügend ab. Er fuhr auf den VW Tiguan des 53-Jährigen auf, drehte den Wagen vor sich und drückte ihn gegen die Mittelleitplanke. Die mobilen Fahrbahnteiler verschoben sich dadurch in die Gegenfahrbahn. Just in diesem Moment fuhr ein 26 Jahre alter Autofahrer mit seinem Ford Mondeo in Richtung Frankfurt auf dem linken Fahrstreifen an der Stelle vorbei. Er kollidierte mit der Stahlkonstruktion, schleuderte und krachte mit der Front in die Außenleitplanke. Der Pkw wurde total beschädigt. Seine 22-jährige Beifahrerin erlitt leichte Verletzungen und wurde in ein Krankenhaus gebracht. Alle anderen Beteiligten kamen mit dem Schrecken davon.

Feuerwehrleute aus Geiselwind und Wiesentheid waren im Einsatz. Sie unterstützten die Polizeibeamten bei der Absicherung der Unfallstelle und brachten die verschobene Leitplanke an ihre ursprüngliche Position.

Während der Unfallaufnahme, der Bergungsarbeiten und der Rekonstruktion der Fahrbahnteiler sperrte die Beamten die gesamte Autobahn. Staus von mehreren Kilometern Länge waren die Folge. Ableitungen an den jeweiligen Anschlussstellen davor wurden eingerichtet.

Doch wurde von den Beamten wieder einmal festgestellt, dass Rettungsgassen kaum gebildet worden waren. In diesem Zusammenhang weist die Autobahnpolizei eindringlich darauf hin, rechtzeitig, das heißt noch bevor die Fahrzeugkolonnen zum Stillstand gekommen sind, eine Gasse für Einsatzfahrzeuge von Rettungsdiensten, Polizei und Abschleppunternehmen zu bilden und offen zu halten. Dafür fahren die Fahrzeuge auf dem äußerst linken Fahrstreifen nach links, alle anderen nach rechts. Die Rettungsgasse kann unter Umständen Leben retten. pol