Würzburg

Staus programmiert Übersicht über aktuelle Baumaßnahmen in und um Würzburg

Baustellen erschweren Verkehrsfluss

Archivartikel

Würzburg.Wer mit dem Auto aus dem Main-Tauber-Kreis ins unterfränkische Oberzentrum Würzburg fahren will oder muss, hat es nicht leicht. Gefühlt steht man jeden Tag im Stau und denkt, man kommt nicht vorwärts. Selbst die berühmten „Schleichwege“ sind mittlerweile überfüllt, denn jeder Autofahrer sucht nach Möglichkeiten, den Stau zu umfahren. Die FN haben sich mit den größten Störstellen auseinandergesetzt und die zuständigen Behörden nach der Dauer der jeweiligen Baumaßnahme gefragt.

Größtes Hindernis für viele Pendler ist sicher die A 3. Hier ist fast täglich mit einem Stau zwischen Kist und Heidingsfeld, teilweise zurück bis auf die A 81 zu rechnen. Grund dafür ist die Baumaßnahme am Katzenberg oberhalb von Heidingsfeld. Hier wird die Autobahnbrücke erneuert und gleichzeitig ein „Trog“ zur Aufnahme der Fahrspuren in den Berg gebaut. Gleichzeitig erweitert man die Fahrspuren von zwei auf drei je Fahrtrichtung. Derzeit wird die Anschlussstelle Heidingsfeld umgebaut und ist daher nur eingeschränkt nutzbar.

Anschlussstelle Heidingsfeld

Beim „Verkehrsgipfel“ in Kist konnte Alexander Leis von der Autobahndirektion Nord verkünden, dass die Anschlussstelle Heidingsfeld im Oktober 2018 wieder für den Verkehr komplett freigegeben wird.

Dadurch sei schon eine gewisse Entspannung der Stausituation zu erwarten, da die gefährliche Auffahrt mit Stopp-Schild in Richtung Nürnberg dann der Vergangenheit angehört. Hier war es in der Vergangenheit zu vielen Unfällen gekommen, mit der Folge von kilometerlangen Staus.

Wie bereits mehrfach zu lesen war, verzögert sich aber der Abschluss der gesamten Baumaßnahme am Katzenberg bis in den Herbst 2021. Früher sei keine Fertigstellung möglich, so der Fachmann. Aber man bemühe sich, den Verkehr so intelligent wie möglich zu leiten.

Neue Verzögerungen sind vom 10. September bis zum 5. Oktober 2018 zu erwarten. Es steht die Sanierung der B 27 im Bereich der Einmündung B 27/WÜ 12 nach Eisingen und der B 27/Heidelberger Straße bei Höchberg an. Wie das Staatliche Bauamt Würzburg mitteilt, werden die Kreuzungen und die Fahrbahn in drei Bauabschnitten saniert. Man beginnt mit den Kreuzungsbereichen. Hier wir der Verkehr durch eine Baustellenampel geregelt. Danach wird die Fahrbahn zwischen den beiden Abzweigungen erneuert. Bei halbseitiger Sperrung der Fahrbahn wird der Verkehr ebenfalls durch eine Baustellenampel geregelt. Damit ist die B 27 dann aber auch wieder für die nächsten Jahre ohne Störung zu befahren.

Leider, so die Verantwortlichen komme in absehbarer Zeit allerdings die grundlegende Sanierung der Würzburger Leistenstraße auf die Autofahrer zu. Hier wurden allerdings die schlimmsten Löcher in den Sommerferien ausgebessert.

Eine weitere Baumaßnahme, welche die Anwohner aus dem Main- Tauber-Kreis in den Sommermonaten ärgerte, ist beendet. Wer in den Neuen Hafen in Würzburg musste oder ins oberhalb liegende Gewerbegebiet, monierte sich über die Sperre der Rothofbrücke bei Zell. Die ist jetzt wieder aufgehoben worden, und die tiefen Spurrillen gehören der Vergangenheit an. Fertigstellung war sogar einen Monat früher als geplant. Die vielen Pendler danken den Bauarbeitern, die trotz größter Hitze von oben und unten schnell gearbeitet haben, damit der Verkehr wieder ungehindert fließen kann.

Behinderungen

Anders sieht es derzeit am Röntgenring und Haugerring in Würzburg aus. Steht bei normalem Feierabendverkehr hier schon Auto an Auto, ist es durch eine Baumaßnahme der Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH noch dramatischer geworden. Statt insgesamt vier Fahrspuren stehen teilweise nur noch zwei zur Verfügung.

Diese Einengung wird noch bis Ende 2019 dauern, da hier Gas- und Wasserleitungen sowie der Radweg erneuert wird.

Gleiches gilt für die Weiterführung der Straße am Haugerring. Hier soll alles aber schon im Oktober 2018 fertig sein.

Im Rahmen des Kister Verkehrsgipfels wurde schon einmal erwähnt, dass die Kreisstraße von Kist nach Reichenberg durch den Guttenberger Forst in den kommenden zwei Jahren saniert wird, und auch die Ortsdurchfahrt durch Kist steht ober auf der Prioritätsliste. Wann das genau sein wird, ist noch nicht ganz sicher.

Wer über den Europastern versucht, zur Universitätsklinik zu gelangen, muss sich noch bis Ende Oktober 2018 auf eine Umleitung einstellen.

Derzeit werden an der Unterführung zur Josef-Schneider-Straße die Stützmauern saniert und erneuert. Diese Baumaßnahme soll noch bis November 2018 dauern.

Bis zum selben Zeitraum ist auch die Staatsstraße nach Rimpar über Versbach voll gesperrt. Wer also Richtung Arnstein oder Gramschatz unterwegs ist, kann der ausgeschilderten Umleitung folgen, die keine wesentliche Einschränkung bedeutet.

Keine Einschränkungen gibt es derzeit bei der B 19 von Giebelstadt nach Würzburg, wenigstens eine Zufahrt in die Stadt, die derzeit nicht von Behinderungen geplagt ist. Die staatlichen Behörden bemühen sich nach Kräften, die Baustellen so effizient und so schnell wie möglich abzuarbeiten, aber ein gewaltiger Sanierungsstau sorgt immer wieder für neue Bauarbeiten, sodass die Staus bei der Fahrt nach Würzburg in den nächsten Jahren sicher nicht weniger werden, zum Leid der Anwohner und der Pendler, die auf ihr Auto angewiesen sind, weil Bus und Bahn nicht günstig zu ihren Arbeitszeiten verkehren.