Würzburg

Landesgartenschau Ministerpräsident Markus Söder gab gestern in Würzburg den offiziellen Startschuss

Einmalige Naturerlebnisse in der Stadt

Würzburg.Einmalige Naturerlebnisse in der Stadt – das bietet die Landesgartenschau im Würzburger Hubland. Am gestrigen Donnerstag wurde sie von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder offiziell eröffnet.

Bis zum 7. Oktober können sich die Besucher unter dem Motto „Wo die Ideen wachsen“ von der bunten Vielfalt der Pflanzenwelt und der Frage, wie man urbanes Leben grüner gestalten kann, inspirieren lassen.

Für das Blumenhaus auf der Landesgartenschau nimmt sich der Ministerpräsident gern Zeit. „Die Minuten haben wir noch“, steuert Söder die Halle an, in der bis vor rund zehn Jahren amerikanische Soldaten Sport getrieben haben. Ein Teil des Geländes der ehemaligen Leighton-Barracks erblüht nun bei der Landesgartenschau. Sie werde das Gesicht der Stadt verändern, ist der Ministerpräsident überzeugt. Söder attestiert der Mainmetropole eine einzigartige Lebensqualität, verbunden mit der gelungenen Symbiose von Tradition und Moderne. „Würzburg ist eine der schönsten Regionen im Land und eine der stärksten in Sachen Wissenschaft.“ Die Nutzung des ehemaligen Kasernengeländes gelinge hervorragend, sagt er in einer launigen Eröffnungsrede. „Wohnen, Natur und Wissenschaft wird hier gelebt, ohne die Geschichte und die Wurzeln zu vergessen.“

Für ganz Unterfranken soll die Gartenschau sein, wünscht sich OB Christian Schuchardt und freut sich, dass sich Stadt und Kreis gemeinsam präsentieren. Sein Blick geht zurück auf die Freundschaft zu den US-Streitkräften, die 2009 ihre Fahne eingeholt haben. Nun werde das Gelände wieder mit Leben erfüllt. Schuchardt sieht dabei auch die Landesgartenschau als Schrittmacher und einmalige Chance für die Region. Sie ist für ihn so „bunt wie das Leben in der Region“. Die tiefe Freundschaft und Verbundenheit drückte sich auch im Besuch von Jennifer Gavito aus. Die US-Generalkonsulin unterstreicht die langanhaltende Freundschaft zwischen Deutschen und Amerikanern ebenso.

Den Beitrag zur Stadtentwicklung und zu einem weiteren grünen Wohnzimmer für die Würzburger haben sich Stadt und Land einiges kosten lassen. Und eine Lösung in Sachen öffentlichen Nahverkehr in den neuen Stadtteil werde man auch finden, verspricht Söder, eher er die Schau offiziell eröffnete. Statt einem Band gibt es für Söder, OB Christian Schuchardt, Generalkonsulin Jennifer Gavito und den Präsidenten des bayerischen Gärtnereiverbands, Roland Albert, die blühenden Ziffern „2018“.

Für die rund 5000 Menschen, die bald im neuen Stadtteil leben werden, bleiben viele Einrichtungen der Schau, ob Spielplätze, Park oder Picknickfläche. Doch zuvor können sich die Besucher täglich auf dem 28 Hektar großen Gelände inspirieren lassen. Zahlreiche Blumenschauen gilt es zu erkunden, bei denen Floristikkunst im Vordergrund steht. Oder die verschiedenen Themengärten – von zeitgerecht über zeitsparend bis zu modularen Gärten. In den Wissensgärten werden innovative und kreative Ansätze vorgestellt.

Eine Ausstellung widmet sich einem „Jahrhundert Leben auf dem Galgenberg“. Auf mehreren Bühnen wird es ein vielfältiges Rahmenprogramm mit 3000 Veranstaltungen geben. Zwischen alldem gibt es viel Platz zum Flanieren, Schauen und Genießen - auch auf dem Wiesenpark, der das Gelände durchzieht. Und nicht zuletzt zeigt die Schau natürlich die Vielfalt der gärtnerischen Arbeit, mit jeder Menge leuchtenden Blüten.

Mehr als 3500 Bäume und 100.000 Blumenzwiebeln werden bis zum Ende der Schau im Oktober gepflanzt ein. Ein Bergahorn hat seit gestern zwei ganz besondere Paten. Ministerpräsident Söder und Umweltminister Huber pflanzen ihn gemeinsam und sorgen mit einem kräftigen Wasserstrahl, dass er im Hubland auch nach der Landesgartenschau noch gedeiht.

Info: Infos unter www.lsg2018-wuerzburg.de im Internet.