Würzburg

Mastbetreiber sagt aus

Rund 2000 Tiere sind verendet

Würzburg/Gelchsheim.Die Ermittlungen von Landratsamt und Polizei zu den Hintergründen des Schweinesterbens in den beiden Mastschweineställen konnten in den letzten beiden Tagen deutlich vorangebracht werden, teilt das Landratsamt mit.

Zum einen wurden die Privaträume des Betreibers polizeilich durchsucht. Dabei wurden betriebliche Unterlagen beschlagnahmt. Diese müssen nun gesichtet und ausgewertet werden. Nach Aussage des Betreibers während der Durchsuchung befanden sich in den beiden Gebäuden rund 2000 Schweine, diese seien im November 2017 verendet. Des Weiteren wurden Fachtierärzte vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Erlangen und Oberschleißheim zur fachlichen Begutachtung hinzugezogen. Diese haben am Freitag die Stallungen betreten und vor Ort ermittelt. Dabei geht es um weitere Untersuchungen, zusätzlich zu den Anfang dieser Woche exemplarisch entnommenen Pathologie-Proben. Außerdem sollen so die allgemeinen Begebenheiten in den Stallungen dokumentiert werden.

Ställe betreten

Die Konzeptionierung der Entlüftung der Stallungen erweist sich nach wie vor als sehr komplex, da Standardlösungen aufgrund der Gegebenheiten in den Stallungen nicht möglich sind. Die Fachstellen haben sich deshalb am Donnerstag – entgegen der ersten Planungen – entschieden, dass die Fachtierärzte, ausgestattet mit Atemschutz und Schutzanzügen, die Ställe betreten und so ihre Ermittlungen vor Ort vornehmen. Nach Abschluss der behördlichen Ermittlungen ist nach aktuellem Stand geplant, die Ställe kontrolliert zu entlüften und die Kadaver abzutransportieren. Dies liegt in der Verantwortlichkeit des Betreibers, der dabei fachlich von den Behörden unterstützt wird. Die Planungen hierzu werden parallel zu den Ermittlungen vor Ort vorangetrieben. Die technischen Anlagen in den Stallungen bleiben während der Entlüftung und Räumung der Ställe weiterhin versiegelt.