ILMA - Ich liebe Mannheim

Den ganzen Tag Frühstück

Archivartikel

„Wir wollten den Ort schaffen, der uns immer gefehlt hat“, sagt Martina und sieht sich zufrieden im Innenhof des Mie House um. Der bunt gestrichene Innenhof des Cafés ist mit viel Liebe zum Detail dekoriert und spiegelt die Liebe der Inhaber Martina und Robin zum Reisen wieder. So zeigt der große Wegweiser in der Ecke die Entfernungen zu Zielen wie London, Tel Aviv oder Bali, während die Statue einer indischen Gottheit an einen Urlaub in diesem riesigen, quirligen Land erinnert.

Mehr als ein normales Frühstück

Das entschleunigte Urlaubsgefühl zeigt sich nicht nur in der Gestaltung der Räume und des Innenhofs, sondern zieht sich wie ein roter Faden auch durch die Karte des Mie Houses. „Wir sind Langschläfer und waren immer enttäuscht, wenn man nach 12 Uhr kein Frühstück mehr bekommen hat“, erzählt Martina. Und auch von der Qualität war sie oft nicht zufrieden – von einem Frühstück auswärts erwarte man schließlich, dass es besser ist als ein normales Frühstück am Küchentisch. Deswegen gibt es im Mie House den ganzen Tag Frühstück mit hochwertigen Zutaten: Shakshuka, French Toast und Lachs/Avocado/Spinat Tartine mit pochieren Eiern seien die Bestseller. Sonntags bieten Robin und Martina manchmal noch Frühstücksspecials wie Eggs Benedcit oder Bowls an.

Heimat für entspannte Feinschmecker

Inzwischen gibt es das Mie House ein Jahr, die Planungen zur Jubiläumsfeier laufen schon. Ihr Laden hat sich in dieser Zeit immer weiterentwickelt, etwa bei der Abendessenkarte, die erst Anfang August mit neuen Gerichten überarbeitet wurde: wie „Yum Nua Thai Beef Salad“ oder einer „Morrocan Plate“ mit Hähnchen, Tabouleh und Teigtaschen. Eine Heimat für entspannte Feinschmecker: das Konzept passt zum Namen „Mie House“. Denn „Mie“ bedeutet so viel wie Bär, das Mie House ist also die Höhle für das „Bärenteam“, wie Martina und Robin liebevoll von Freunden genannt werden.

Für Mannheim entschieden

Zwei Jahre hat es von der ersten Idee bis zum fertigen Mie House gedauert. Dass es seine Heimat nun in Mannheim gefunden hat, stand dabei nicht von Anfang fest. Schließlich hatten Robin und Martina in Stuttgart studiert und auch mit Berlin als möglichem Standort geliebäugelt. Doch für die gebürtige Oftersheimerin Martina war Mannheim immer eine Option. „Bevor ich aus Mannheim weggezogen bin, habe ich erlebt, wie der Jungbusch angefangen hat, in zu werden. Und auch heute sehe ich noch großes Potential in diesem Viertel und der Stadt insgesamt. Deswegen haben wir uns damals gegen Berlin und für Mannheim entschieden“, erzählt sie.

Und wie geht es weiter? Martina: „Einen zweiten Laden könnten wir uns vorstellen. Aber momentan sind wir mit unserem Mie House sehr glücklich.“