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Der Geschmack des Sommers in der Schwetzingerstadt

Archivartikel

Calamares, Patatas Bravas  oder Pimientos del Padron: Schon der Klang dieser spanischen Köstlichkeiten weckt Erinnerungen ans Meer, an laue Sommerabende und gemeinsame Stunden mit Freunden oder Familie. Bei Tapas gibt es kein dein und mein, es gibt nur das gemeinsame Genießen, Probieren und Teilen. Dieses spanische Lebensgefühl hat Bea nun mit La Loba in die Schwetzingerstadt gebracht. Seit März betreibt die 35-jährige Mannheimer „die Wölfin“, das bedeutet der spanische Name der Tapasbar übersetzt. Und wie eine Wölfin hat sie sich auch für ihren Traum eingesetzt, eine Tapasbar zu eröffnen. Die Suche nach der passenden Location, das Ringen um die erforderlichen Genehmigungen und der Aufbau eines Lieferantennetzes für spanische Spezialitäten haben Zeit in Anspruch genommen, Monate gingen ins Land. „Für mich hieß es aber ,Jetzt oder nie!‘, ich habe immer daran geglaubt, dass wir es schaffen“, erzählt Bea, die bislang als Eventmanagerin gearbeitet hat. Heute hat sie es geschafft: In der Schwetzingerstadt, ihrem Wunschviertel. Gemeinsam mit Geschäftspartner Marcelo, mit dem sie gemeinsam „La Loba“ betreibt und dem allein das „El Lobo“  in der Neckarstadt-Ost gehört, will Bea so die Tapaskultur in Mannheim weiterverankern. „In Spanien ist es üblich, dass es viele kleine Tapasbars gibt, verteilt über die ganze Stadt“, erklärt die Tochter eines Spaniers, die in Mannheim aufgewachsen ist.

Dass „La Loba“ nicht einfach nur die Kopie des „El Lobo“ ist, sondern ein eigenes Konzept verfolgt, fällt schon beim Betreten des Lokals auf. Statt der wenigen hohen Tische im kleinen „El Lobo“ ist „La Loba“ deutlich größer und dank der Fensterfronten auch heller. Dunkle Fließen, ein Mix aus hellem und dunklem Marmor  und futuristischen Lampen verleihen dem Laden einen „Barcelona-Style“, wie es Bea beschreibt. Sitzen kann man an niedrigen, runden Tischen, zwei Hochtischen oder der gemütlichen Bar, die ideal für ein Essen zu zweit ist. Auch beim Essen gibt es zwischen den beiden Lokalen Unterschiede: Dank der größeren Küche in der Schwetzingerstadt bereitet die spanische Tapasköchin auch Gerichte zu, die es in der Neckarstadt nicht gibt. Zudem bietet die „Loba“ seit Anfang Mai einen Mittagstisch an. „Beide Lokale sollen für sich etwas Besonderes bleiben“, sagt Bea.

Zwei Monate nach der Eröffnung ist Bea zufrieden, wie sich ihr kleiner Traum entwickelt hat. „Wir sind wirklich überwältigt und außerordentlich zufrieden, auch über die viele Laufkundschaft.“ Das positive Feedback von Kunden motiviere sie, immer weiter zu machen. Ihr nächstes Ziel für die „Loba“ erfüllt sich hoffentlich schon bald: ein paar kleine Tische vor dem Laden. Und langfristig? Ein dritter Laden, das könnten sie sich langfristig vorstellen. Aber jetzt gilt es erstmal, das perfekte Sangriarezept zu finden. Die soll nämlich ab Sommer auf der Karte stehen.