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Eine Schüssel Hawaii bitte

Archivartikel

Seit Mitte Mai ist in der Neckarstadt Ost ein wenig Exotik eingezogen. Hier hat Thorsten Kramer seinen Kalea Poke Corner eröffnet, der sich nach kurzer Zeit schon an zahlreichen Stammkunden aus der Nachbarschaft erfreut. Kalea Poke was?

Hawaiianisches Nationalgericht

Poke ist das hawaiianische Nationalgericht und hat seinen Ursprung in der Fischerei. Das in einer Bowl servierte Gericht besteht aus Reis getoppt mit frischem in Stücke geschnittenen Gemüse und rohem marinierten Fisch. Kalea steht im hawaiianischen für „Die Strahlende, welche Freude bringt“. Sie ist auch im Poke Corner als großes Wandbild anzutreffen. Umgeben von den Farben gelb, orange und blau, die für Sand, Sonne und Himmel stehen.

Poke Bowl Trend

Inhaber Thorsten ist vor einiger Zeit auf den Trend der Poke Bowls aufmerksam geworden. „Ich habe mich gefragt, warum es hier in der Region eigentlich noch keinen Poke Laden gibt und mir gedacht: `Das bring ich nach Mannheim´.“ Die Idee war geboren, die Umsetzung nahm etwas Zeit in Anspruch. „Ich will die Bowls so originalgetreu wie möglich anbieten“, erklärt er. Daher habe er sich viel mit einer auf Hawaii lebenden Bekannten ausgetauscht und war in zahlreichen Poke Läden in anderen deutschen Städten zum Testessen. Auch die Suche nach einem geeigneten Ort war nicht ganz einfach. Am Ende landete Thorsten in der Neckarstadt. „Mein liebstes Eck in Mannheim“, macht er klar.

Individuell oder standard

Die Zutaten für die Bowls stellt er selbst zusammen. So gibt es im Kalea Poke Corner aktuell vier „feste“ Bowls und eine Aktionsbowl. „Diese dient zum Ausprobieren und richtet sich auch nach der Saison“, sagt Thorsten. Aktuell gibt es eine Tandoori Bowl mit Hühnchen zur Auswahl, da viele im Sommer skeptisch sind, was rohen Fisch angehe. Wobei man hier keine Bedenken haben sollte. „Wir legen großen Wert auf frische und auch regionale Produkte. Die Kräuter für unsere Bowls stammen beispielsweise aus dem Garten meiner Eltern“, lacht Thorsten. Näher geht’s nicht. Allerdings kann sich auch jeder Gast seine ganz persönliche Bowl zusammenstellen. Als Topping hat man immer die Wahl zwischen Lachs oder Thunfisch oder einer vegan-vegetarischen Variante mit Tofu.

Frisch, leicht, gesund

„Ich finde Poke eine super Alternative“, betont Thorsten. „Die Leute wollen sich gesund ernähren und fordern Frische, Rohkost und leichtes Essen.“ Das bedeutet am Morgen aber auch mehrere Stunden „Schnippelarbeit“ in der Küche. Die Saucen sind alle selbst gemacht, die beiden Majosaucen zudem komplett vegan.

Flexibel in die Zukunft

Auf die Frage, ob er Angst habe, dass der Trend abebbt und das Geschäft nicht mehr laufen könnte, reagiert er entspannt. „Ich probiere gerne aus und man kann jederzeit seine Auswahl erweitern oder umgestalten.“ Auch aktuell ist er am Justieren. „Wir werden die Karte erweitern und auch Nachtisch und Frühstücksbowls aufnehmen“, gibt er einen Blick in die Zukunft. Außerdem werde man zwei Größen der Bowls anbieten. An einer Lizenz für eine Außenbestuhlung ist man dran. Thorsten sieht es gelassen – ganz die hawaiianische „hang loose Mentalität“. Am Ende zählt sowieso nur eines: „Das Beste ist für mich, wenn jemand mit einem strahlenden Lachen hier raus geht. Besseres Lob gibt es nicht“, sagt der Inhaber zufrieden.