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Jugendtrend mit Walnüssen und Ziegenkäse

Archivartikel

Der erste Eindruck entscheidet: Der Biss in das saftige Rindfleisch, das süßliche Brioche-Bun, die knackig-karamellisierten Walnüsse, die herbe Extravaganz des Ziegenkäses mit der zarten Note der Avocado. Eine wahrliche „Geschmacksexplosion“, gemengt mit der hervorquellenden, fruchtigen Orange-Senf-Sauce.

Es ist der Jugendtrend schlechthin, der mittlerweile auch in Mannheim vielfach Fuß gefasst hat: frischgebackenes Brot mit gewolftem Hackfleisch. Das bekommt man etwa bei Lenok's Burger im N4-Quadrat in Mannheim. Der Laden gehört zwei Kindheitsfreunden.

Der Name des Ladens entstand aus den Vornamen der beiden: Levent und Henok wurden zu Lenoks. Die beiden Freunde stecken all ihre Leidenschaft in den Laden, gemeinsam mit ihren Familien. „Meine Frau ist der kreative Kopf hinter den Burgern. Sie ist die Küchenchefin, die die Variationen entworfen hat“, erklärt der 34-jährige Levent.

Das sei bewusst so, weil man das Außergewöhnliche anbieten möchte. Der 35-jährige Henok zeigt auf die Speisekarte und liest die Namen der verschiedenen Burger mit ihren charakteristischen Zutaten vor: „Wir wollten keine Standardburger, deshalb haben wir besondere Ideen umgesetzt. Diese ungewöhnlichen Kombinationen kommen gut an!“

Shake zum Burger 

Doch nicht nur die Burger sind ungewöhnlich. Die beiden Freundinnen und Kommilitoninnen Dorina Muqolli und Lale Bilgili kamen aus einem besonderen Grund zu Lenoks. Sie hörten und lasen viel von dem „Einhorn-Shake“, den sie unbedingt ausprobieren wollten.

„Hier bekommt man nichts Gewöhnliches serviert, sondern originelle Shakes und Essen. Aber auch der gute Cheeseburger ist selbstverständlich ein Grund, um zu Lenoks zu kommen“, sagt die 22-jährige Dorina Muqolli. Ihre Freundin habe sie bei dem heißen Wetter davon überzeugt, einen Abstecher von der Uni zu einem kühlen Shake bei Lenoks zu machen. Bilgili nippt noch einmal an ihrem Getränk: „Wir wollten eine Pause machen, und da dachten wir, wir probieren einfach mal den ‚Einhorn-Shake‘ aus!“

Die Kundschaft bestehe vor allem aus „jungen und junggebliebenen“ Leuten, sagt Henok. „Die Leute kommen gezielt hier her. Mittags kommen Leute mit Anzug und Krawatte, und abends haben wir auch ältere Kundschaft. Es ist gut durchmischt, viele Kunden kommen regelmäßig zu uns.“

Entscheidungskriterium Süßkartoffelpommes

Peter Schmidt ist einer davon. Er ist nicht zum ersten Mal hier. Der 36-Jährige kommt immer wieder zu Lenoks, um Burger mit Süßkartoffelpommes zu essen. „Mir schmecken die Süßkartoffelpommes sehr. Die sind nicht nur besonders gut, die gibt es auch sonst nirgendwo“, sagt Schmidt.

Bei Lenoks ist die Vielfalt des Angebots eng verzahnt mit der Verwendung von saisonalem Gemüse, erklärt Henok. Dafür entwerfe man entsprechende Burger. Der 35-jährige Geschäftsführer deutet auf das Gericht des Monats: „Wir hatten vor kurzem zum Beispiel eine Spargelkreation. Bei uns ist alles individuell.“