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Kostenlos Sportgeräte ausleihen bei ALTER

Archivartikel

Ein Mädchen versteckt sich hinter einem Betonstein - ihre Eltern spielen mit ihr Versteck. Nebenan, auf dem Sportplatz, prellt, wirft und dunkt eine Gruppe Jugendlicher einen Basketball über das Feld. Zwischen zwei Tischtennisplatten düst ein Junge mit seinem Fahrrad hindurch. Am Rand steht ein pastell-rosafarbenes Häuschen aus Holz: Zwischen Federballschlägern, Fußbällen und Hula-Hoop-Reifen verleiht David Frey gerade Stelzen an zwei Mädchen. Der Sozialpädagoge gibt die Spielgeräte von ALTER auf dem Alten Messplatz in der Neckarstadt aus. Bei ALTER können Kinder, Jugendliche und Erwachsene kostenlos Geräte ausleihen und auf dem Platz spielen. „Wir wollen die Leute aus der Neckarstadt hierher holen“, sagt David und zeigt in Richtung Neckarstadt-West. „Bei den Kindern klappt das wunderbar, die Erwachsenen bleiben eher dort.“

"Unsere Zielgruppe sind die Leute von hier – egal wie alt“ -Mitgründer Philipp

Vor zwei Jahren standen auf dem Platz noch Autos, Drogen wurden gedealt, Passanten fühlten sich im Dunkeln unsicher. „Jetzt ist das Licht hier abends an“, sagt Philipp Kohl, einer der fünf Gründer und erster Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins POW, der ALTER betreibt. „Wir wollten die Fläche beleben.“ Der 35-Jährige hatte 2018 gemeinsam mit Philipp Morlock, Robin Lang, Julia Alicka und Wulf Kramer die Idee für ALTER. „In der Neckarstadt gibt es wenig Flächen für Sport. Unsere Zielgruppe sind die Leute von hier – egal wie alt“, erklärt. „Wir Gründer machen das ehrenamtlich“, sagt Philipp. „Viele der Spielgeräte sind Second Hand oder gespendet.“ Auch die Stadt unterstützt das Projekt.

Neu in diesem Jahr: ALTER Klang

Neben den Tischtennisplatten, Basketballkörben und einem kleinen Fahrrad-Track bietet ein Kiosk Getränke und Snacks an. „Es gibt aber keinen Konsumzwang. Hier können die Leute auch ihr eigenes Wasser mitbringen“, betont Philipp Kohl. Neu in diesem Jahr: ALTER Klang. „Musiker oder Musiklehrer zeigen den Gästen, wie verschiedene Musikinstrumente funktionieren“, erklärt Julia.

An der Radstelle füllen gerade zwei Jungs ihre Fahrradreifen mit Luft. Über den beiden Pumpen hängen verschiedene Werkzeuge für das Rad. Die Jungs fahren weg, weniger Minuten später kommt ein junger Mann in Lieferservice-Kluft und pumpt schnell sein Rad auf, bevor er weiterdüst.