ILMA - Ich liebe Mannheim

Kurztrip nach Bella Italia

Archivartikel

Der Empfang läuft ganz klassisch ab: Der Besucher wird am Eingang des Restaurants direkt in Empfang genommen. Von dort aus führt ihn der Kellner oder die Kellnerin an seinen Platz. Je nach Tageszeit wählen die Mitarbeiter für die Begrüßung andere Worte, allerdings immer auf Italienisch, wie Jerome Duursma betont. Er leitet die Mannheimer Filiale der Restaurantkette L’Osteria. „Die Begrüßung ist Teil unserer Firmenkultur. Wir wollen das Italienische leben“, sagt er. Und obwohl das Unternehmen eine stark expandierende Restaurantkette ist, ist Duursma die persönliche Betreuung der Gäste wichtig. „Wir möchten ein Restauranterlebnis schaffen, wie man es aus der klassischen Gastronomie kennt“, sagt er. Daran soll auch das große schwere Buch erinnern, das auf dem kleinen Tisch am Eingangsbereich liegt. Hier werden alle Reservierungen noch per Hand eingetragen.

Typisch italienische Küche

Bis zu 500 Gäste kommen pro Tag in das Restaurant am Wasserturm. Im Innenraum bietet das Lokal 130 Menschen Platz, in der warmen Jahreszeit kommen 85 Plätze auf der Außenterrasse dazu. Wer einen Platz gefunden hat, kann zwischen Pizza, Pasta und Salaten wählen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Pizza. Bis zu 800 Stück pro Tag machen die Pizzabäcker davon hinter der gläsernen Theke, die man vom Eingangsbereich aus gut einsehen kann. Vorspeise und Nachtisch gehören allerdings genauso zur Karte wie die selbstgemachte Limonade. Einen Nachtisch hebt Duursma besonders hervor: das Pannacotta. Es wird frisch zubereitet und ist aus Rindergelatine. So erreiche man mehr Leute, zum Beispiel die, die auf Produkte vom Schwein verzichten möchten.

Es gibt keinen Dresscode

Das Publikum ist ohnehin sehr durchmischt. „Jeder ist bei uns willkommen“, betont Duursma. Es gibt keinen Dresscode. „Wenn jemand legere Kleidung trägt, weisen wir ihn nicht ab“, sagt der Leiter des Lokals. Ein Grund für das gemischte Publikum ist auch die Lage. Mittags kommen viele Gäste, die bei umliegenden Unternehmen arbeiten und in der L’Osteria ihre Mittagspause machen. Abends kommen dagegen vermehrt Menschen von Kulturveranstaltungen oder zum Ausgehen. Und auch Stammgäste gibt es in dem Lokal am Wasserturm. „Ein Mann kommt jeden Tag an die Bar, weil ihm hier der Kaffee so gut schmeckt“, sagt Duursma. Die Bar ist ohnehin ein sehr wichtiger Ort. Hier können wartende Gäste kurz Platz nehmen oder, wie es besagter Stammgast macht, einfach nur einen Kaffee trinken.