ILMA - Ich liebe Mannheim

Pils in Bio-Qualität: Ganz ohne Schnick-Schnack

Archivartikel

„Ehrlich, natürlich, süffig“ – drei Worte die das AJOO Stadtbier nur allzu gut beschreiben. Das Pils aus der Region ist seit Herbst letzten Jahres auf dem Markt und ist erfrischend anders als das typische Industriebier, das den deutschen Markt beherrscht. Das Gesicht und der kreative Kopf hinter der Marke ist Vito Wiederschein. Der 33-Jährige hat seine Zeit und sein Herzblut in die Entwicklung eines Biers gesteckt, das mit seiner Schlichtheit überzeugt und den heutigen Zeitgeist auf den Punkt trifft.

Der Weg zum eigenen Stadtbier

Vito hatte schon immer großes Interesse an Getränken, ganz besonders an gutem Wein. Diese Vorliebe hat er nach seinem Abitur in einer Ausbildung zum Winzer ausleben und sich viel Wissen über die Materie aneignen können, sowohl in Deutschland als auch in Argentinien. Nach der abgeschlossenen Ausbildung erweiterte er seinen Horizont während des Studiums für Internationale Weinwirtschaft in Geisenheim. Um sich sein Studium finanzieren zu können, arbeitete er in einem Weinimport-Unternehmen in Mannheim. Seine berufliche Ausbildung bildet also die perfekte Basis für sein Start-Up.

Vor knapp fünf Jahren hatte Vito bereits die erste Idee zur Gründung von AJOO. Damals war er oft mit Kumpels im Mannheimer Jungbusch unterwegs, und es gab ein Wort, das sie den ganzen Abend begleitet hat: „Ajoo.“ Ein Wort aus dem Mannheimer Dialekt, das so vieles ausdrücken kann, aber immer mit einem positiven Unterton, und perfekt zum locker-lässigen Beisammensein passt. Von der Idee einen AJOO-Wein zu produzieren ist der gebürtige Mannheimer schnell abgekommen. „Ajoo passt einfach nicht zu Wein“, erklärt Vito. Nach einigen Gesprächen mit Freunden entschied er sich dann für Bier anstelle von Wein. Er kündigte also seinen festen Job als Assistent der Geschäftsführung, begann sein Masterstudium „Innovation Management“ und nahm das Projekt AJOO 2016 endlich konkret in Angriff.

Nach einigen Monaten der Zusammenarbeit mit einer Kurpfälzer Brauerei und dem Frankfurter Grafikdesigner Marc Boetzius, vielen Bierproben mit Freunden und durchgearbeiteten Nächten, kann Vito endlich sein Produkt in den Händen halten. Das naturtrübe Pils besteht aus vier Zutaten: Quellwasser, Bio-Gerstenmalz, Bio-Aromahopfen und Hefe – ganz ohne Schnick-Schnack, schlicht und transparent. Genau diese Eigenschaften sind auch schon auf dem puristischen Etikett vereint. AJOO Stadtbier ist ein Bier für die Region, produziert in der Region.

Abstand und Distanz vom Konsum

Die Philosophie hinter dem Konzept zieht sich wie ein roter Faden durch das Geschäftsmodell. Vito legt viel Wert darauf sich für wichtige Entscheidungen Zeit zu lassen und auch mal Abstand zu nehmen, um den Kopf frei zu bekommen, ganz nach dem Motto „gut Ding will Weile haben“. So regt AJOO Stadtbier dazu an sich vom schnelllebigen Konsumverhalten zu distanzieren und zumindest hin und wieder mal für einen Abend in Gesellschaft zu pausieren. Es geht um das Kollektiv, bei dem das AJOO Stadtbier für das Bindeglied zwischen den Individuen steht; um Einfachheit, nicht Überfluss; um Genuss, nicht Übermaß.

Von AJOO als Marke für regionale Produkte können wir in Zukunft noch viel erwarten. Und wenn ihr jetzt neugierig seid, und euch fragt „Ajoo und wo kann ich dieses richtig leckere Pils in Bio-Qualität probieren?“, alla dann schaut mal im Rewe in Q6Q7, im Hagestolz, im Nelson oder im Fundament vorbei!