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Vegane Pizzen vom „Hobby-Italiener“

Archivartikel

Und plötzlich stand er da, vor ihrem Restaurant, der knallig pinkfarbene Bus von „Promi Shopping Queen. „Wir waren sehr überrascht!“, erinnert sich Silvia Achtstetter. Sie ist Mitinhaberin der Pizzeria Caravella. Vor knapp drei Jahren stieg Iris Klein, Mama von Daniela Katzenberger und TV-Persönlichkeit, aus besagtem Bus und war kurzerhand zu Gast bei Silvia und ihrem Lebensgefährten Noureddine Bousseboua. Eine Begegnung, an die die Mannheimer gerne zurückdenken.

Kein Tag wie der andere

In ihrem gemeinsamen Lokal in der Langen Rötterstraße ist kein Tag wie der andere. Angefangen hat alles 2008. Da hat das Paar einen kleinen Imbiss in Mannheim eröffnet. Im Dezember 2013 haben sie dann das „Caravella“ übernommen, das damals noch von einer italienischen Familie betrieben wurde. „Die Leidenschaft von Noureddine für die italienische Küche hat uns dazu getrieben, eine Pizzeria zu eröffnen“, sagt Silvia. Ihr Lebensgefährte hat französisch-algerische Wurzeln und kam 1992 nach Deutschland. „Er ist gewissermaßen Hobby-Italiener“, sagt die 54-Jährige und lacht. Zu zweit stemmt das Paar jeden Tag aufs Neue den hektischen Betrieb. „Wie in jeder Pizzeria kann dabei auch mal etwas schiefgehen, wie eine falsch belegte Pizza zum Beispiel. Oder wir sind so ausgelastet, dass wir Bestellungen nicht mehr aufnehmen können“, erzählt Silvia. Aber das sei alles nicht so schlimm.

Pizza auch für Veganer und Diabetiker

„Caravella“ gilt längst als Geheimtipp. Besonders unter Veganern und Diabetikern. Denn seit einigen Jahren können Gäste Pizzen aus Vollkornmehl und veganem sowie laktosefreiem Käse bestellen. „Eines Tages fragte ein Kunde, ob er seinen eigenen milchfreien Käse mitbringen darf. Daraufhin kam uns die Idee für vegane Beläge und wir machten uns auf die Suche nach dem perfekten veganen Käse“, sagt Silvia. Den lassen sie sich extra aus Berlin liefern. „Aus der veganen Hochburg“. Auch einen anderen prominenten Besucher verschlug es in die „Caravella“: „Der vegane Koch Björn Moschinski hat unsere Pizza getestet und uns auf seinem Facebookprofil empfohlen“, freut sich die Inhaberin. Die Gäste können zwischen Pasta, Salaten und mehr als 42 Pizza-Sorten wählen. Zu den beliebtesten Pizza-Varianten zählen etwa die „Barcelona“ mit Salami, Schinken und Pilzen, „Valencia“ mit Überraschungsbelag oder „Hamburg“, eine Sorte mit Ei und Bolognese. Aber was haben die Namen mit den Belegen zu tun? „Nichts“, lautet Silvias Antwort. „Die Namen waren Zufall. Unser Restaurant ist nach einem alten Schiff benannt. Passend dazu haben wir uns Hafenstädte ausgesucht und sie den Pizzen nach dem Zufallsprinzip zugeordnet.“ Typisch Mannheimer Gelassenheit? Ihre Pizzen werden jedenfalls typisch italienisch in einem Steinofen zubereitet, mit französisch-algerischer Leidenschaft.