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Vom Büro ins Zirkeltraining – Fitness First, Arbeit Second

Archivartikel

4000m² angenehm klimatisierte Trainingsfläche mitten in der Mannheimer Innenstadt – damit wirbt Fitness First Mannheim. Ok, du denkst jetzt: Was soll man in einem Fitnessstudio auf so viel Platz denn alles tun? Genau diese Frage habe ich mir auch gestellt und bin deshalb eine Woche in dem Studio in Q6/Q7 trainieren gegangen.

Ich muss dazu erwähnen: Als Journalist hat man nicht besonders viel Zeit für stundenlange Trainingssessions im Studio. Aber das mag den meisten von uns so gehen. Also achte ich darauf, meine Zeit möglichst effizient einzuteilen und trainiere täglich jeweils etwa eine Stunde.

Tag 1 – Montag:

An meinem ersten Tag begrüßt mich Service-Consultant Claude Hemmer. Der 61-Jährige heißt mich willkommen und bietet mir ein Getränk an. Bei einem Cappuccino erklärt er mir, was sein Studio so besonders macht. „Der Kunde ist hier keine Nummer, sondern er wird als Mensch wahrgenommen”, erklärt Claude (alle duzen sich hier). „Denn obwohl wir ein größeres Studio sind, herrscht bei uns eine familiäre Atmosphäre. Wir legen sehr viel Wert auf eine individuelle Betreuung.“

Also zeigt er mir geduldig die Koryphäe des Studios, das sogenannte eGym. Geräte, die sich an mich anpassen und mich durch die Übungen führen. Für all das brauche ich nur eine Mitgliedskarte, und sofort passen sich die Maschinen an mich an. Mein Gewicht, meine Größe, alles vollautomatisch. Ich staune nicht schlecht, als ich während meines Trainings von der Maschine per Pacman-Spiel auf einem Bildschirm angeführt werde. Das „eGym“ ist in ein Zirkeltraining – und es ist härter als es klingt.

Tag 2 – Dienstag:

Nach dem Bekanntwerden mit dem eGym und Claude, darf ich heute mit Trainer David Alexander trainieren. „Ich will erst einmal herausfinden, warum du bei uns trainieren möchtest. Willst du abnehmen, deine Ausdauer verbessern oder deine Muskeln aufbauen?“ Abnehmen? Nö. Fit sein, das will ich. Er fragt mich, ob ich irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen habe. „Nein“, sage ich. „Dann erstellen wir einen passenden Trainingsplan für dich. Denn jeder Kunde ist anders. Ein Standardprogramm kann für viele Kunden passen, aber es muss nicht.“

Zum Training gehöre auch ein stimmiger Schlafrhythmus und eine gute Ernährung, erfahre ich. Ich bitte David, mir zu erklären, was ich auf der Freestyle-Fläche trainieren kann, mit deren Größe der Club wirbt. Das „eGym“ kenne ich ja bereits. „Es gibt viele Formen und Übungen, wie man einen Muskel trainieren kann. Man kann an der gleichen Übung auch variieren: Will ich meine Schnellkraft, Ausdauer oder Maximalkraft erweitern?“, also bringt er mich zu sogenannten TRX-Bändern. An diesen elastischen Bändern hängend kann man gezielt Muskelgruppen trainieren, erfahre ich. Und es sieht sogar ein wenig cooler aus als am „eGym“.

Tag 3 – Mittwoch:

Heute komme ich mit meinem Sohn ins Studio. Ich habe zuvor einen Platz bei der Kinderbetreuung reserviert. Die Ausrede „Ich muss auf das Kind aufpassen und kann daher nicht trainieren gehen“ gehört fortan der Vergangenheit an. Die Betreuerinnen sind sehr freundlich, mein Kind fühlt sich wohl. Dort angekommen spielt es, während ich in Ruhe trainiere. Klasse!

Heute mache ich bei einem der Kurse, der „Mobility“ heißt, mit. Kursleiter und Trainer Ugur Yilmaz, genannt Hugo, führt uns auf die Freestyle-Fläche und lässt uns sogenannte „Black Rolls“ unter unseren Körper legen. Er zeigt, wie wir unseren Körper bewegen sollen, während unsere Beine auf den Rollen liegen. Am Rücken angekommen, spüre ich den Büro-Alltag meines Journalisten-Daseins plötzlich. So viele Verspannungen, die mir erst jetzt beim Dehnen, Strecken und Drücken bewusst werden. Aber das Mobility-Training soll genau dabei helfen. Merke ich mir!

Nach dem Kurs lerne ich Massagetherapeut Kenan kennen. Er bietet kostenpflichtige Massagen in den Räumen des Studios an. „Die Leute kommen hier nicht nur wegen des Sports her, sondern auch, um abzuschalten“, sagt er und zeigt mir gleich, welche Verspannungen in meinem Nackenbereich schlummern. Eine Massage wäre jetzt genau das Richtige!

Tag 4 – Donnerstag:

Heute trainiere ich mit meiner Frau. Wir probieren uns selbstständig an den „eGym“-Geräten und sind überrascht darüber, wie gut das Training doch funktioniert. Und ich wundere mich auch darüber, dass ich bereits Muskelkater von den vergangenen Tagen habe… Oh je, jetzt nur nicht nachlassen!

Ich habe einen Termin mit der Clubmanagerin Susanne Beckmann. Die Regensburgerin leitet den Club seit wenigen Monaten. „Wir leben vor allem von Empfehlungen. Unser Studio sticht mit seinem Team hervor, denn unsere Mitarbeiter identifizieren sich mit dem Club. Selbst ich komme am Wochenende gerne rein und trainiere“, erklärt Susanne. „Es geht bei uns nicht nur um Sport, sondern um Ernährung und Gesundheit im Allgemeinen. Unser Motto lautet: ,Ein gesunder und moderner Lifestyle‘.“

Tatsächlich sind alle Trainer und Mitarbeiter immer freundlich. Doch dieser Service hat auch seinen Preis, der bei 55 Euro im Monat beginnt. Dafür ist das Studio nie überfüllt, Wartezeiten an den Geräten gibt es praktisch keine. Das Durchschnittsalter der Besucher liegt den Angaben der Studioleiterin Susanne zufolge bei etwa 35 bis 45 Jahren. Frauen und Männer würden gleichermaßen den Club besuchen.

Tag 5 – Samstag:

Was ich noch nicht erwähnt habe: Im Studio steht auch ein großes Schwimmbecken. Also ab die Kleidung, an die Badehose, und rein ins kühle Nass. Nach mehreren Bahnen im angenehm beleuchteten Schwimmbereich, lasse ich mich auf dem Wasser dahintreiben und meine Gedanken schweifen ab: Was könnte ich als nächstes machen, was habe ich noch nicht ausprobiert? Ja, da war doch noch was. Das Beste kommt zum Schluss!

Fitness und Wellness – das gehört unbedingt zusammen. So begebe ich mich in den Wellnessbereich des Studios. Der umfasst eine Sauna und ein Dampfbad, sowie eine getrennte Anlage nur für Frauen. Genau perfekt, um eine stressige Woche ausklingen zu lassen. Und was soll ich sagen? Manchmal muss sich auch ein Journalist eine Auszeit nehmen…