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Wie Marlon ein Pfälzer Weinfest in Mannheim initiiert hat

Archivartikel

Ein lauer Sommerabend, ein leckeres Stück Flammkuchen in der einen Hand und ein Dubbeglas, gefüllt mit einem halben Liter Rieslingschorle, in der anderen: Die Weinfeste in der Pfalz sind etwas ganz Besonderes – wären sie nur von Mannheim aus etwas besser zu erreichen. Denn was nutzt die größte Auswahl an Riesling, Grauburgunder und Scheurebe, wenn man als Autofahrer nur ein Glas trinken kann oder angeheitert anderthalb Stunden in der Bahn zurück in die Stadt fahren muss?

Wenig Feste aus der Rhein

Marlon und seine Freunde Marc und Kerstin hat das immer gestört. Genauso wie es die drei Rheinauer schade finden, dass in ihrem Stadtteil weniger Veranstaltungen stattfinden als in anderen Stadtteilen. „Wir haben früher auf dem Lindenhof beziehungsweise in der Neckarstadt gewohnt, da ist ja immer irgendetwas.  Nur auf der Rheinau leider nicht. So hat sich die Idee, selbst etwas auf die Beine zu stellen“, erzählt er. Und aus der Idee bei einem Glas Wein wird nun am Samstag, 21. September, Realität:

„Wein am See“ ist das erste Weinfest auf der Rhein, organisiert von den jungen Rheinauern gemeinsam mit der Siedlergemeinschaft Rheinau-Süd auf dem Marktplatz in Rheinau-Süd. „Jetzt muss man nicht mehr in die Pfalz, sondern hat ein kleines, gemütliches Weinfest auf der Rheinau.“

Da der Verein sehr aktiv ist im Stadtteil und Erfahrungen mit Festen hat, haben sich Marlon und seine Freunde an die Siedlergemeinschaft gewandt, die das Weinfest nur als Hauptveranstalter ausrichten. „Ohne den Verein wäre es nicht gegangen, das Fest zu organisieren. Gleichzeitig haben sie sich gefreut, dass wir Jüngere uns für unseren Stadtteil engagieren“, sagt Marlon.

Viele ehrenamtliche Helfer

Bänke vom Verein, Gläser vom Lieferanten, das Know-How von Eventmanagerin Kerstin und viele helfende Hände im Vorfeld: In „Wein am Rhein“ haben Marlon und seine Freunde viel Herzblut gesteckt. Die Regionalität ist ihm dabei besonders wichtig: Fast alle Weine kommen aus der Pfalz, der Rest aus Rheinhessen und von der Bergstraße - ausgesucht von Marlon, Marc und Kerstin. Dazu gibt es Flammkuchen und kalte Platten.

„Alle Helfer und Aussteller sind Freunde von uns, die mitanpacken“, erzählt Marlon. Dazu gehört nicht nur der Ausschank; auch eine Künstlerin stellt aus und zwei Stände verkaufen Pfalz-Merch.

Wenn es am Samstag gut läuft, können sich Rheinauer Marlon und der Siedlerbund gut vorstellen, dass das Fest zu einem festen Termin im Kalender der Mannheimer wird. Und gibt es da schon einen Wunsch, in welche Richtung sich das Fes entwickeln soll? „Langfristig wäre es toll, wenn wir expandieren könnten und direkt am See feiern. Aber jetzt freue ich mich erstmal auf den Samstag“, sagt Initiator Marlon.