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Angenehm bodenständig

Archivartikel

Schlager/Pop: Kerstin Ott legt zweites Album vor

Kerstin Ott gelang 2015 ein Überraschungserfolg mit dem Deutschpop-Hit „Die immer lacht“. Ihr dazugehöriges Debütalbum „Herzbewohner“ schoss auf Platz vier der deutschen Charts empor. Trotzdem gilt die 36-Jährige in der Schlagerszene als Underdog. Dass man auch ohne Dauerpräsenz in den Klatsch- und Tratschblättern Erfolg haben kann, will sie mit ihrem zweiten Album „Mut zur Katastrophe“ beweisen.

Dabei setzt die Singer-Songwriterin aus Heide auf einen eingängigen Mix aus Schlager, Dance-Beats und Club-Sounds, den ihr das Produzententeam Thorsten Brötzmann (Helene Fischer, Christina Stürmer, Lena) und Lukas Hainer (Santiano) auf den Leib schneidern – ganz unprätentiös und minimalistisch, um Kerstin Otts tiefen, ruhigen Gesang zur Geltung zu bringen. Da klingt auch mal nur die Akustikgitarre durch („Alles so wie immer“), dann ein Saxofon („Mut zur Katastrophe“) oder Ott singt ganz a cappella („Sieben Kartons“).

Texte aus dem Leben

Die Texte sind mitten aus dem Leben gegriffen. Kerstin Ott will anderen Mut machen, auch mal ein Scheitern in Kauf zu nehmen. Das Leben ist eine Achterbahnfahrt voller unvorhersehbarer Wendungen. Es geht darum, aus Niederlagen zu lernen, wieder aufzustehen und es von Neuem zu versuchen. Diese Bodenständigkeit hebt Kerstin Ott wohltuend vom üblichen Schlager-Pomp ab. (Universal) dir

Unsere Note: ★ ★ ★ ★  (Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)