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Bryan Ferry & His Or-chestra: „Bitter-sweet“

Mit das Beste an der hochgelobten Serie „Babylon Berlin“ ist die Musik. Wesentlich dafür verantwortlich: Bryan Ferrys Orchester, das Klassiker von ihm und seiner Ex-Band Roxy Music im Stil der swingenden 1920er verjazzte. Am hinreißendsten: die Ragtime-Instrumentalversion von „Dance Away“ – und eigentlich alle Klarinetten-Passagen. Der Sänger erweitert die Soundtrack-Beiträge für sein zweites Jazz-Album nach „The Jazz Age“ (2012) auf 13 Nummern. Auf acht davon singt der 73-Jährige aber auch. Sein zart schmelzendes Tremolo klingt dabei sehr brüchig, fast so todesnah wie Johnny Cash in der Endphase – aber auch ähnlich berührend. Weltklasse! Ein buchstäblich bittersüßer Mix aus aufputschender musikalischer Lebenslust und dandyhafter Vergänglichkeit . (BMG)

Unsere Note: ★ ★ ★ ★ ★

 

(Megamäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)