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Bushido: „Mythos“

Archivartikel

„Es braucht nur einen Löwen unter tausend Hyänen“ – auch mit 40 hat Bushido kein großes Talent für Bescheidenheit. Was auch untypisch wäre für das Genre Gangsta-Rap, das der Deutsch-Tunesier seit 20 Jahren mitdefiniert. So erfolgreich, dass das 13. Soloalbum den Kollegen Xatar sicher von der Chartsspitze stoßen wird. Ein Hit (fast) ohne Grund, denn auf dem autobiografisch geprägten „Mythos“ präsentiert sich der Berliner zwar gereift, selbstreflexiv und ohne schlagzeilenträchtige Verbalprügel für Promis. Dafür wirken die Beats meist lieblos und musikalisch fehlt der Biss. Allerdings: Trotz des gewohnt monotonen Rap-Stils ist die epische Abrechnung mit seinem Ex-Geschäftspartner Arafat Abou-Chaker vom gleichnamigen Clan, in „Mephisto“ das Beste, was Bushido seit „Electro Ghetto“ (2004) veröffentlicht hat. (Ersguterjunge) 

Unsere Note: ★ ★ ★ (Mittelmäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)