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Chilly Gonzales: „Solo Piano III“

Archivartikel

Immerhin: Es herrscht Ernst. Chilly Gonzales’ drittes Soloalbum als Pianist hegt den Anspruch der Gültigkeit und Tiefe. In einigen der 15 neoklassischen Stücke mit Hang zu Jazz, New Age und Minimal Music gelingt Gonzales sogar eine Überraschung – etwa im kriminalistisch rollenden „Blizzard in b-Moll“ mit seinem hohen F als rhythmischem Gimmick. Vieles erinnert an Bekanntes bekannter Komponisten. Chopin, Brahms, Satie, Liszt, Yann Tiersen und andere leuchten auf, deswegen bekommt die Musik immer wieder etwas Versatzstückhaftes und tendiert zum Lexikalischen. Dennoch ist „Piano Solo III“ ein stimmungsvolles Album, das, wenn man zuhört, immerhin mehr ist als belanglos vor sich hinspielende Klaviermusik für den Aufzug. Keine große Kunst. Aber immerhin kleine. (Gentle Threat) 

Unsere Note: ★ ★ ★ (Mittelmäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)