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Dead Can Dance: "Dionysus"

Kopfkino-Klänge liefert die Kultband Dead Can Dance auf ihrem neuen Album. „Dionysus“ thematisiert mit zwei langen, größtenteils instrumentalen Stücken den Kult um den griechischen Gott der Fruchtbarkeit. Naturklänge (Vogelzwitschern, Sturmgeräusche), hypnotische Trommelrhythmen, orientalisch verschnörkelte Melodien und ekstatisch kreischende Frauenstimmen beschwören eine Szenerie archaischer Ausschweifungen. Zugegeben, die Musik ist atmosphärisch und besitzt hohen Oberflächenreiz. Sie würde gut zu einem Film wie „300“ passen, der 2006 das antike Sparta mit digitaler Animation wieder aufleben ließ. Aber wie der Film ist auch die Musik von Dead Can Dance allzu plakativ. Sie wirkt wie ein dekorativer Soundtrack – ohne Inhalt.

Unsere Note: ★ ★

 

(Mächtig mieß) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)