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Interpol: „Marauder“

Archivartikel

Das Problem mit der Messlatte ist: Wenn man sie sehr hoch legt, steigt die Gefahr, sie zu reißen. Interpol haben sich in den vergangenen 20 Jahren tief in die Herzen vieler Indie-Hörer gespielt: „Turn On The Bright Lights“ (2002) ist ein unzerstörbarer Post-Punk-Klassiker. Auch danach hatten die New Yorker noch unzählige kreative Hochs und sagenhafte Live-Shows im Köcher. „Marauder“ ist per se keine schlechte Platte, aber sie krankt eben daran, dass sie auf dem enorm hohen Interpol-Niveau ein wenig abfällt. Die Vorabsingle „The Rover“ klingt reichlich unspektakulär, „Number 10“ wäre früher bestenfalls eine B-Seite geworden. Ihre alte Top-Form erreichen Interpol nur im spannenden „Stay In Touch“ und dem an Arcade Fire erinnernden „It Probably Matters“. (Matador) 

Unsere Note: MITTELMÄSSIG ★ ★ ★ von 6 Sternen 

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)