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Madeleine Peyroux: „Anthem“

Es sei das „poppigste Album“, das sie bislang veröffentlichte, hat die 43-Jährige gesagt. In der Tat, musikalisch bewegt sich die amerikanische Jazzmusikerin mit den französischen Wurzeln diesmal auf sehr schlichten Wegen – aber das schwächt die Lieder keinesfalls. Im Gegenteil. Mit ihren Texten greift Madeleine Peyroux existenzielle Fragen auf. Das sanfte „Lullaby“ geht auf die Flüchtlingskatastrophe ein und „The Brand New Deal“ prangert materielle Werte an, die vergöttert werden. Den Titelsong „Anthem“ hat Peyroux gekonnt von Leonard Cohen gecovert. Dass die Sängerin sich auch nach dem achten Album immer wieder neu in Frage stellt, zeigt auch das wunderschöne „On My Own“. Es lebt – wie das ganze Album – von der wunderschönen tiefen Stimme. (Decca)

Unsere Note: ★ ★ ★ ★ (Muntermacher) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)