Neue Alben

Mark Forster: "Inferno"

Selbst als Sänger der Indie-Pop-Institution The Go-Betweens (1977-2006) war der Australier Robert Forster (61) ein ewiger Geheimtipp. Sein siebtes (und bestes) Soloalbum „Inferno“ könnte aber einem deutlich breiteren Publikum gefallen: Denn diese auf neun Songs verteilten, in Berlin produzierten 35 Minuten verbreiten eine leicht angeschrägte Wohlfühlatmosphäre, die textlich Tiefgang hat und einfach extrem hübsch klingt. Und in kürzester Zeit fräsen sich auch zunächst unauffällige, simple Nummern tief im Gedächtnis ein – weil sie mitunter die Klasse von Velvet Undergrounds poppigeren Songs haben („Remain“). Zur Klangvielfalt trägt der altgediente Produzent Victor Van Vugt wesentlich bei, dessen frühere Kunden (Nick Cave, PJ Harvey) hier schon auch mal aufscheinen. Ein Dauerbrenner.

Unsere Note: ★ ★ ★ ★ ★

 

(Megamäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)