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The Pineapple Thief: „Dissolution“

Archivartikel

Fulminant. Was die progressive Rockband The Pineapple Thief um Sänger und Mastermind Bruce Soord mit „Dissolution“ (so viel wie Auflösung oder Ausschweifung) vorlegt, ist nicht weniger als ein Panorama dessen, was das Genre heute kann. Elegische Soundlandschaften voller Melancholie wie in „Threatening War“, das aber dann doch irgendwann wie ein Vulkan explodiert und quasi von der Landschaft, die es beschrieben hat, abhebt. Oder rhythmisch vertracktes, kleinteiliges Songwriting wie im Elfminüter „White Mist“, der in sich quasi eine kleine Sinfonie in mehreren Sätzen ist. Soords bisweilen androgyne Stimme gleitet ins Ohr, die Räume sind groß, King-Crimson-Drummer Gavin Harrison hat absolutes Timing, und insgesamt ist das, ja, fast ein Meisterwerk. (k-scope) dms

Unsere Note: ★ ★ ★ ★ ★ (Megamäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)