Neue Alben

Wincent Weiss: "Irgendwie anders"

Mut beweist Wincent Weiss zumindest beim Titel seiner zweiten Platte: Dass das 26-jährige Nordlicht mit der Hollywood-Optik in der Flut der sensiblen Deutschpop-Poeten „Irgendwie anders“ wäre – darauf kommt wohl nur er selbst. Aber der DSDS-Kandidat von 2013 und Produzent Kevin Zaremba bedienen Zielgruppe plus Formatradio mit derart professioneller Konsequenz, dass der Platin-Erfolg des Vorgängers „Irgendwas gegen die Stille“ (2017) in Reichweite liegt. Nur: Viele der 13 neuen Lieder sind zwar so energetisch produziert, dass sie den Hörer regelrecht anspringen. Aber die Ohrwurmqualität der alten Hits „Musik sein“ oder „Feuerwerk“ wird nie erreicht. Dafür gibt es ein paar Falsett-Experimente und mit „1993“ ein anrührend wütendes Stück über Weiss’ abgängigen Vater.

Unsere Note: ★ ★ ★

 

(Mittelmäßig) von 6 Sternen

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)