Platten-, CD-Kritiken

Imarhan: „Temet“

Was für ein Glück: Musik die nicht im Windkanal der Kommerzialität stromlinienförmig geformt worden ist. Die (in Tuareg-Sprache gesungenen) Songs der algerischen Band Imarhan sind vielmehr erfüllt von prallem Leben. Sie klingen nach Sonne, Wasser, Schatten, Staub. Die junge Truppe begeistert mit sich aufputschenden Gitarren-Riffs, hypnotischen Pendelharmonien, druckvollen Basslinien und brodelnder Percussion. Seine ganz eigentümliche Kraft bezieht dieser Desert-Rock aus einen tranceartigen Groove, der an Miles Davis’ Jazz-Funk Mitte der 70er Jahre erinnert. Und an John Lee Hookers archaischen Boogie-Blues. Im Vergleich zu diesen Wüstensöhnen wirkt der übliche 0815-Pop und -Rock wie das, was er ist: Plastikmüll. Ein starkes Album! (City Slang) (gespi)

Unsere Note: 

5 Sterne von 6 Sternen (Megamässig)

(6 Sterne - Musikmythos; 5 Sterne - Megamäßig; 4 Sterne - Muntermacher; 3 Sterne - Mittelmäßig; 2 Sterne - Mächtig mies; 1 Stern - Mama Mia)